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Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schlemmen & schweigen in Kärntens Schlosshotels

ᵂᴱᴿᴮᵁᴺᴳ Abseits der bekannten Hotspots am Wörthersee zeigt Kärnten seine ruhige und authentische Seite dort, wo wenige Touristen zusammenkommen. Wer Einsamkeit sucht, schwimmt im Schlosshotel, schweigt im Kloster-Schloss oder schlemmt im Slow-Food-Schlössel. Denn Kärntens Burgen und Schlösser erzählen nicht nur Geschichten aus längst vergangenen Tagen, sie laden auch ein – zu einer besonderen und besonnenen Auszeit in Kärnten.


Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schlemmen und schweigen in Kärntens Schlosshotels ♥ Lesezeit: 9 Minuten


Auszeit in Kärnten: Schlummern im Schloss Seefels

Die Felsen schimmern silbern im Morgenlicht. Der Weg führt durch einen langen Flur, auf der einen Seite Mauer, Fenster und Türen, auf der anderen naturbelassener Fels. Am Ende des Flurs führt eine Tür ins Freie und eröffnet eine neue Welt: Der Wörthersee breitet sich im Morgengrauen in all seiner Pracht aus. Türkisfarbenes Wasser, zarter Dunst über der Wasseroberfläche und in der Ferne die weichgezeichneten Gipfel der Karawanken,

Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels

Am See gelegen, auf Fels gebaut: Das „Hotel Schloss Seefels“ liegt in der ruhigen Gemeinde Techelsberg zwischen Pörtschach und Velden, direkt am Ufer des Wörthersees. Der Landstreifen, der hier einst ausgewählt wurde, um ein Schloss zu errichten, ist schmal, daher wurde direkt auf Fels gebaut. Und obwohl der Begriff „Ein Schloss am Wörthersee“ in Velden geprägt wurde, ist das „Schloss Seefels“ jenes Schlosshotel in Kärnten, das wirklich direkt am Wörthersee liegt. Ohne trennende Promenade, ohne befahrene Straße dazwischen. 

Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels

Geht am Morgen die Sonne über dem Wörthersee auf, ist die Wasseroberfläche spiegelglatt; nur ein einsamer Fischer rudert in seinem Boot am Hotel vorbei und hinterlässt ein kleines Kräuseln. Im felsenen Flur herrscht Stille, das Felsen-Spa im „Schloss Seefels“ hat noch nicht geöffnet, der Seezugang ist aber immer frei. Das Felsen-Spa ist ein Wellnessparadies, erste Reihe fußfrei am Wörthersee. Es gibt verschiedene Saunen: finnische Sauna, Kräutersauna, Außensauna, separate Damensauna, dazu Dampfbad, Salz-Infrarotraum, Fitnessraum, Kinderhallenbad, Erlebnisduschen. 

Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
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Das Highlight ist das beheizten Seebad – ein frei stehender Swimmingpool, der mit dem klaren Wasser des Wörthersee gefüllt ist, weil er nach unten offen ist. Das Besondere ist ein ausgeklügeltes System, das das Wasser beheizen kann; es gibt sogar Boxen für die Bademäntel, die gewärmt werden, damit auch im Winter der Sprung ins kühle Nass wohlig warm endet. Am frühen Morgen kann es sogar passieren, dass man den See für sich alleine hat; nur der Fischer in der Ferne sieht vielleicht dabei zu, wie man ins Wasser abtaucht.

Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
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Die Geschichte des „Schloss Seefels“ reicht weit zurück. Die spätgründerzeitliche Villa mit Schlosscharakter wurde vermutlich 1860 von Emanuel Herrmann gebaut. Der Professor für Nationalökonomie ist bekannt als Erfinder der „Correspondenz-Karte“: der heutigen Postkarte. Als Wahrzeichen des Schlosshotels gilt ein polygonaler Turm, der sich am Ende des langgestreckten Baus opulent erhebt. Hinter den runden Mauern befindet sich das Herzstück das Hotels, das gerade erst fertiggestellt wurde: die brandneue Udo-Jürgens-Turmsuite. Wer hier nächtigt, schlummert in einer zweigeschossigen, luxuriösen Suite, voller Spuren von Udo Jürgens: Platin-Platten, handsignierte Bilder, viele Erinnerungstücke. Denn das „Hotel Seefels“ hatte immer schon viele prominente Fans: Udo Jürgens, Ottfried Fischer, Fritz Wepper und Uschi Glas genauso wie internationale Stars wie Sting, Bob Geldof oder Jon Bon Jovi. 

Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
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Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels

Wer nun die High Society hier erwartet, irrt sich, denn trotz manch berühmten Gast ist das „Hotel Seefels“ erstaunlich unverkrampft. Schickimicki sieht man hier selten; hierher kommt einfach jeder, der ein bisschen Ruhe am Wörthersee sucht, aber nicht auf ein einzigartiges Ambiente verzichten möchte. Neben dem exklusiven Interieur – von der Treca-Matratze aus Paris über Einzelmöbelstücke von der Wiener Einrichtungswerkstätte Kroupa bis zur Tapete in einzigartiger Metalloptik von „Wohnen mit Stil“ – sind es vor allem die Restaurants, die Kulinarik-Fans anlocken.

Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
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Die Kreationen von Küchenchef Richard Hessl und seinem Team, die im „La Terrasse“ und im See-Restaurant „Porto Bello“ kreiert werden, wurden mehrfach ausgezeichnet. Richard Hessel kocht lokal, saisonal und regional, zum Beispiel Techelsberger Lamm oder Kärntner Reinanke. Beide Restaurants verfügen über eine Terrasse direkt am Wasser. Das „Porto Bello“ liegt zudem direkt neben der Seefels-Marina. So können Nicht-Hotelgäste mit dem Motor- oder Segelboot hier anlegen. Viele verbinden ihre Auszeit im „Hotel Seefels“ auch mit einer Runde am Golfplatz. Vier 18-Loch-Golfplätze befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Hotel, im Umkreis von 80 Kilometern gibt es weitere sieben Golfanlagen. Als Highlight gilt der Golfplatz Dellach, der bereits 1927 gegründet wurde und vom Hotel aus mit dem Motorboot erreichbar ist.

Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
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Info: Hotel Schloss Seefels, Töschling 1, 9212 Gemeinde Techelsberg am Wörthersee
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Auszeit in Kärnten: Schweigen im Kloster (Schloss) Wernberg

Nicht mit dem Boot, sondern mit dem Auto führt der Weg nach Wernberg. Dort, wo sich die Drau durch eine saftig grüne Landschaft schlängelt, thront über dem Wasser das Kloster Schloss Wernberg. Hinter den historischen Mauern verbirgt sich eine ganz besondere Geschichte – und ein weiterer Ort für eine magische Auszeit in Kärnten.

Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
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In der Früh dringt nur leises Geplauder hinter den dicken Mauern des Klosters. Im Speisesaal sitzt ein Dutzend Gäste, alle haben einen Apfel in der Hand. Wenn sie in wenigen Sekunden in die Äpfel beißen, beenden sie somit ihre Fastenwoche, die sie im Kloster Schloss Wernberg verbracht haben. Denn wer hier eincheckt, nimmt eine Auszeit für sich selbst und seinen Körper: Es finden regelmäßig Klosterfastenwochen statt, die Programme variieren: mal mit Wandern, mal mit Meditation, aber stets begleitet von den Missionsschwestern vom Kostbaren Blut, die die Fastenwochen organisieren. Seit dem Jahr 1935 sind die Missionsschwestern im Besitz des Klosters und führen hier das Ausbildungshaus ihrer Gemeinschaft. 

Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
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Dabei fing die Geschichte des Kloster Schloss Wernberg vor langer Zeit an, im 12. Jahrhundert. Als damals fränkische Adelsfamilien in Kärnten einwanderten, kamen auch die Sponheimer in Österreichs Süden an. Sie stellten von 1122-1279 die Herzöge von Kärnten. Das Schloss wurde einst von Bernhard von Sponheim gebaut. Er wollte von hier aus den Handel auf der Drau kontrollieren. Steht man heute im Schloss und blickt auf die Drau, versteht man gut, warum das Schloss ausgerechnet hier gebaut wurde: Der Blick reicht kilometerweit über Wasser, Wälder und die Region. 

Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels

Wernberg wird in einer Urkunde vom 17. November 1227 erstmals erwähnt. Ein Punkt darin legt die Übergabe des Schlosses Wernberg an das Bistum Bamberg fest. 1519 übernahm der Villacher Stadtbürger Wolfgang Khevenhüller das Schloss und galt fortan als Herr auf Wernberg. Nach ihm wechselten die Besitzer mehrfach, bis 1672 der Abt Christoph Kaponig von Ossiach das Schloss erwarb. Er stockt die Gebäude auf und stattet sie im Inneren neu aus. Unter Abt Virgil Gleißenberger entstand die Schlosskirche und wurde von 1737 bis 1753 mit Fresken des Kärntner Malers Josef Ferdinand Fromiller ausgeschmückt.

Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
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Im Laufe der weiteren Jahrzehnte folgen bis ins 20. Jahrhundert hinein nicht weniger als zwanzig Eigentümer – bis eben 1935 die Missionsschwestern vom Kostbaren Blut hier ankamen. Heute führen sie nicht nur das Ausbildungshaus ihrer Gemeinschaft. Sie bewirtschaften auch das zum Schloss gehörige Gut und führen ein Hotel, ein Restaurant, einen Kindergarten, ein Bildungshaus, einen Hofladen und sogar eine Paramentenstickerei und eine Hostienbäckerei – und eben jene Fasten- und Heilkräuter-Urlaube, die die Auszeit in Kärnten hier so besonders macht.

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Info: Kloster (Schloss) Wernberg, Klosterweg 2, 9241 Wernberg


Auszeit in Kärnten: Schlemmen im Slow-Food-Schlössel Lerchenhof

Wer’s mit dem Fasten nicht so hat, aber Wert auf eine gesunde, regionale und saisonale Ernährung legt, sollte sich in die Region Nassfeld/Hermagor/Pressegger See aufmachen. In der Nähe von Hermagor thront inmitten einer groß­zü­gigen Gartenanlage unter uralten Bäumen ein malerisches Biedermeier-Schlössel, hinter dessen Mauern sich Traditionen mit Trends vermischen. Denn es ist nicht nur das hübsche Gebäude mit seinen historischen Hotelzimmern, das hier bezaubert, es ist vor allem das Slow-Food-Konzept, das hier nicht nur serviert, sondern richtiggehend gelebt wird.

Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
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Die Familie Steinwender führt seit Generationen das Hotel und Restaurant. Heute gelten sie als Pioniere in Sachen Slow Food und als erste Gastgeber, die versuchten, die Gastroszene mit neuen, nachhaltigen Ideen zu revolutionieren. Landwirtschaft und Produktion existieren seit Anbeginn am Schloss. Heute kommen nur eigene Produkte und jene von umliegenden Produzenten auf die Teller. 2015 startete die Familie Steinwender zudem ihre „Null Kilometer“-Philosophie: 90% aller Lebensmittel werden aus dem Gailtal und dem Gitschtal bzw. aus Kärnten bezogen, über 80 einheimische Produzenten finden auf der Speisekarte Platz. Der Schweinsbraten ist beispielsweise ein Gericht, das null Kilometer zurücklegt, bis er auf dem Teller landet: Alle Zutaten stammen vom Hof.

Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
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Dabei blickt auch das „Hotel Schloss Lerchenhof“ auf eine lange Geschichte zurück, deren Spuren man heute noch entdeckt, wenn man über knarzende Treppen durch das Haus geht: Das Schloss wurde 1848 als Herrschaftssitz des Industriellen Julius Emanuel Wodley erbaut. Durch Vererbung und Anheirat gelangte der „Lerchenhof“ später in den Besitz des Steinwender-Hofes, der an den „Lerchenhof“ angrenzt, und wurde 1928 zwischen den zwei Söhnen aufgeteilt. Damals übernahm Hans Steinwender mit seiner Frau Frieda den landwirtschaftlichen Betrieb, der seither Generationen-übergreifend geführt wird. Im Jahre 1939 wurde der „Lerchenhof“ unter Denkmalschutz gestellt und vom Amt für Denkmalschutz urkundlich als „Schloss Lerchenhof“ bezeichnet.

Auszeit in Kärnten: Schwimmen, schmausen und schweigen in Kärntens Schlosshotels
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Heute ist es auch der Speck, der viele Gäste zum „Hotel Schloss Lerchenhof“ lockt. Direkt am Hof hergestellt, zergehen die Kreationen der Familie Steinwender auf der Zunge. Kein Wunder: Die Schweine wachsen auf natürliche Art und Weise zu prachtvollen Exemplaren heran. Das Besondere ist das Motto „Gib dem Produkt Zeit“. Die Grundnahrungsmittel Gerste, Mais und Wiesengras bzw. Heu werden auf dem Bauernhof angebaut und geerntet, der Speck entsteht mit einer langen Reifezeit. Ein Highlight ist ein Urlaub im „Hotel Schloss Lerchenhof“, in dem man binnen drei Tagen sein „Speck-Zertifkat“ macht. Man lernt den Umgang mit dem Grundprodukt und die Verwendung von besonderen Gewürzen und stellt in drei Tagen unter Anleitung von Fleischermeister Hans Georg Fercher seinen eigenen Speck her, der nach einer ausreichenden Reifezeit von rund sechs Monaten nach Hause gesandt wird.

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Info: Hotel Schloss Lerchenhof, Untermöschach 8, 9620 Untermöschach
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Ob Schlosshotel, Kloster oder Slow-Food-Schlössel: Wer hier Urlaub macht, taucht ein in eine Region, die wenig überlaufen ist und erlebt ein Stück Kärntens, das ehrlicher und authentischer nicht sein könnte. Eben eine Auszeit in Kärnten, besonders und besonnenen …

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Offenlegung

Dieser Artikel entstand in einer bezahlten Zusammenarbeit mit Kärnten – It’s my Life. Meine Meinung ist aber völlig unvoreingenommen und stets meine eigene.

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