Bis zu 7,5 Millionen Zuschauer sitzen vor den Fernsehern, wenn ein neuer Usedom-Krimi ausgestrahlt wird. Die ARD-Krimireihe, die seit 2014 gedreht wird, hat neben Katrin Sass als ehemalige Staatsanwältin Karin Lossow vor allem eine Hauptdarstellerin: die Ostseeinsel Usedom. Ein Blick auf die schönsten Drehorte, wo die Usedom-Krimis in Szene gesetzt werden.
Drehorte Usedom-Krimi: Wo die ARD-Serie auf Usedom in Szene gesetzt wird ♥ Lesezeit: 8 Minuten
Am 30. Oktober 2014 war Premiere: Da stand die Ostseeinsel Usedom das erste Mal für den Usedom-Krimi im Rampenlicht. Seither entstanden 30 Episoden, von denen 27 im TV liefen. Im Herbst 2022 brach die ARD-Serie ihre Rekorde und erreichte die meisten Menschen: Fast 7,5 Millionen sahen die 18. Folge „Schneewittchen“.
Gute Nachrichten für Fans: Im Oktober und November 2026 gehen gleich drei neue Episoden mit Katrin Sass als Karin Lossow im Ersten an den Start.
- „Doppelmord“: 22.10.2026, 20.15 Uhr, ARD
- „Mörder unter uns“: 29.10.2026, 20.15 Uhr, ARD
- „Wunschkind“: 05.11.2026, 20.15 Uhr, ARD
Die beliebte Krimi-Serie wird sowohl auf der deutschen als auch auf der polnischen Seite der Insel Usedom sowie im Landkreis Vorpommern-Greifswald und in Berlin und Umgebung gedreht. Die Dreharbeiten für „Doppelmord“ fanden im September und Oktober 2025 statt, die Episoden „Mörder unter uns“ und „Wunschkind“ entstanden zwischen Februar bis April 2026. Das Produktionsteam reist meist dann auf die Sonneninsel Usedom, wenn die Urlaubssaison vorbei ist, die meisten Touristen weg sind und die Ostseeinsel ihr ehrlichstes Gesicht zeigt. Vor allem in den Wintermonaten schlägt das Team seine Zelte auf Usedom auf.

Drehorte Usedom-Krimi: Hier wurde besonders häufig gedreht
Ahlbeck
Wer die Kulissen der Krimireihe auf eigene Faust erkunden möchte, findet in Ahlbeck einige bekannte Motive. Die historische Seebrücke ist regelmäßig in Außenaufnahmen zu sehen. Das örtliche Gemeindehaus diente außerdem als Vorlage für die Außenansicht des Polizeireviers.
Heringsdorf
Das Kaiserbad liefert mit seiner Promenade und den historischen Gebäuden zahlreiche Hintergründe für die Ermittlungen. Für die Folge „Mörder unter uns“ wurde das Haus Domke in der Friedenstraße zum Sitz der fiktiven Lokalzeitung. Auch das Gebäude am Setheweg, das im Film als Klinik erscheint, befindet sich hier.
Bansin
Mit seinen alten Villen und der Steilküste bietet Bansin eine andere Kulisse als die benachbarten Seebäder. In „Vom Geben und Nehmen“ wurden die Villa Gerda und das „Strandhotel Atlantic“ für Szenen rund um ein geplantes Hotelprojekt und ein Restaurant verwendet.

Morgenitz
Im Hinterland der Insel steht das Haus, das Fans als Mörderhus kennen. In der Handlung ist es Karin Lossows Zuhause; außerhalb der Filmwelt nutzt die Keramikkünstlerin Astrid Dannegger das Gebäude als Wohn- und Arbeitsort. Das Haus zählt zu den markantesten Schauplätzen der gesamten Reihe.
Wolgast
Die Stadt am Peenestrom ist nicht nur eine Verbindung zwischen Festland und Insel, sondern auch ein wiederkehrender Drehort. In der Serie befindet sich hier das Zuhause von Rainer Witt. Auf demselben Grundstück wie die ausgebaute Scheune, die Karin Lossow bewohnt, liegt eine alte Feldsteinkirche, die ebenfalls als Hintergrund dient.
Koserow
Die Küste rund um Koserow gehört zu den Landschaften, die für Außenaufnahmen infrage kommen. Die Strände des Seebads wurden unter anderem in älteren Folgen genutzt und ergänzen die bekannteren Motive aus Ahlbeck und Heringsdorf.

Kölpin
Das „Appartementhotel Malerhus“ am Peenestrom wurde für „Schmerzgrenze“ als Seniorenresidenz in Szene gesetzt. In der Geschichte lebt dort die Mutter des Staatsanwalts Dr. Brunner.
Lütow
Das Schiffsrestaurant „Yachtlieger Achterwasser“ diente in „Der lange Abschied“ als Kulisse für das Zuhause einer Wohngemeinschaft. Die Lage auf dem Wasser verleiht den entsprechenden Szenen ein besonderes Ambiente.
Zirchow
Das Behindertenzentrum am Haff wurde für „Der lange Abschied“ als Krankenhaus genutzt. Der reale Gebäudekomplex übernahm damit eine andere Funktion, als sein tatsächlicher Zweck vermuten lässt.
Ückeritz
Das „Café Knatter“ am Achterwasser verwandelte sich für „Geisterschiff“ in die erfundene Kneipe „Pott & Pann“. Der Drehort zeigt, dass die Serie neben den bekannten Ostseestränden auch das ruhigere Achterland für ihre Geschichten nutzt.

Swinemünde (Świnoujście)
Die polnische Nachbarstadt ist ein wichtiger Schauplatz, wenn die Ermittlungen über die Grenze führen. Im Hafenamt wurde das polnische Kommissariat dargestellt. Auch der Hafen und der Fährhafen dienten für verschiedene Folgen als Kulisse.
Stettin (Szczecin)
Die Drehorte der Reihe beschränken sich nicht auf Usedom und die unmittelbare Umgebung. Für einzelne Filme reiste das Team auch nach Stettin, der großen Hafenstadt auf der polnischen Seite der Odermündung.
Zecheriner Brücke
Die Brücke über den Peenestrom verbindet das Festland mit dem südlichen Teil Usedoms. Ihre Lage und der Blick auf das Wasser machen sie zu einem markanten Motiv für Luftaufnahmen und Szenen, die die geografische Lage der Insel zeigen.
Loddin
Der Teufelsberg bei Loddin diente als Schauplatz für Strandaufnahmen in „Wunschkind“. Der Küstenabschnitt erweitert die Drehortpalette um eine Landschaft, die sich deutlich von den klassischen Seebrückenmotiven unterscheidet.

Kröslin
Im „Baltic Sea Resort“ in der Marina von Kröslin wurden zahlreiche Szenen für „Nachtschatten“ gedreht. Die schwimmenden Ferienhäuser bilden dort den Schauplatz für eine Geschichte, in der ausgelassenes Feiern und Konflikte mit den Nachbarn aufeinandertreffen.
Korswandt
Für „Mörder unter uns“ nutzte das Filmteam zwei Gebäude im Ort als Wohnhäuser von Figuren der Handlung. Dazu zählen das Ferienhaus „Sonnenpark“ am Gothenweg und ein Haus am Wiesenblick.
Peenemünde
Der Strand im Norden der Insel ist in „Doppelmord“ mehrfach zu sehen. Die vergleichsweise ruhige Küste bietet eine andere Atmosphäre als die belebten Promenaden der Kaiserbäder.
Dargen
Für „Doppelmord“ entstanden an der Haffstraße Szenen auf einem Hof, der in der Geschichte Sibil und Pelle Peddersen gehört. Auch der Fundort des Toten wurde in diesem Bereich inszeniert.
Krummin und Zecherin
Die Häfen beider Orte sind in „Wunschkind“ zu sehen. Sie wurden für Szenen genutzt, in denen die Wasserschutzpolizei und Ermittlungen im maritimen Umfeld eine Rolle spielen.
Drehorte Usedom-Krimi 2026
„Doppelmord“ (22.10.2026, 20.15 Uhr, ARD)
In der ersten aktuellen Folge „Doppelmord“ trifft Karin Lossow (Katrin Sass) auf ihre frühere Zellengenossin Anja Wiesznewski (Steffi Kühnert), die nach 15 Jahren Haft freikommt. Sie wurde wegen des Mordes an ihrem Mann verurteilt, obwohl nie eine Leiche gefunden wurde, und beteuerte stets ihre Unschuld. Ausgerechnet am Tag des Wiedersehens wird ihr Ehemann tot entdeckt. Hat Anja nach all den Jahren Rache genommen? Karin beginnt, an ihrer Freundin zu zweifeln. Doch die Ermittlungen von Ellen Norgaard (Rikke Lylloff) und Rainer Witt (Till Firit) zeigen, dass auch andere ein Motiv hatten: Das Opfer war spielsüchtig und hoch verschuldet.
Drehorte von „Doppelmord“
Für die Folge „Doppelmord“ war das Filmteam im September und Oktober 2025 an mehreren Orten auf Usedom unterwegs. Auf der Seebrücke in Zinnowitz entstanden Szenen mit Katrin Sass und Steffi Kühnert. Auch der Strand von Peenemünde ist im Film zu sehen. Weitere Schauplätze liegen im Hinterland: Der Hof von Sibil und Pelle Peddersen sowie der Fundort des Toten befinden sich an der Haffstraße in Dargen. Die Spielhalle, die in der Handlung eine Rolle spielt, wurde dagegen in Sauzin an der Wolgaster Straße inszeniert.

„Mörder unter uns“ (29.10.2026, 20.15 Uhr, ARD)
An der Ahlbecker Promenade sorgt eine große Blutlache für Aufregung. Polizei und Rettungskräfte suchen nach einer vermutlich schwer verletzten Person, während die Inselbewohner über die Hintergründe spekulieren. Eine Lokaljournalistin, die Dorit noch aus der Schulzeit kennt, befeuert die Gerüchte zusätzlich. Als eine weitere Blutspur entdeckt wird, wächst die Furcht vor einem Serientäter. Der Verdacht fällt auf einen Mann, der bereits wegen Totschlags verurteilt wurde. Doch weder ein Opfer noch eindeutige Hinweise auf ein Verbrechen sind gefunden. Unter dem Druck der zunehmend verunsicherten Bevölkerung müssen die Ermittler versuchen, einen kühlen Kopf zu bewahren.
Drehorte von „Mörder unter uns“
In „Mörder unter uns“ führen die Spuren unter anderem nach Heringsdorf, Korswandt und Welzin. Die Redaktion der fiktiven „Nord-Zeitung“ wurde im „Haus Domke“ in der Friedenstraße in Heringsdorf eingerichtet. Für das Motiv eines Zeitungskiosks diente die Touristinformation in Ahlbeck als Kulisse. Das Haus von Mario Kachel steht im Usedomer Hinterland in Welzin. In Korswandt fand das Produktionsteam gleich zwei passende Gebäude: Das Ferienhaus „Sonnenpark“ am Gothenweg verkörpert das Zuhause von Bernd Fehlow, während das Haus des Ehepaars Labahn am Wiesenblick liegt. Auch das Motiv der Inselklinik wurde in Heringsdorf umgesetzt, am Setheweg.

„Wunschkind“ (05.11.2026, 20.15 Uhr, ARD)
Karin bietet bei einem Familienhilfeverein juristische Beratung an und lernt dort Nathalie kennen, die um das Sorgerecht für ihre Tochter Greta kämpft. Das Mädchen lebt bei Pflegeeltern, deren Familie kurz darauf von einem Todesfall erschüttert wird: Der Pflegevater ist gestorben. Rainer und Ellen übernehmen die Ermittlungen. Zunächst fällt der Verdacht auf Unregelmäßigkeiten in der Kanzlei, die die Pflegefamilie vertritt. Doch Karin stößt auf ein komplexes Geflecht aus alten Konflikten und zerrütteten Beziehungen zwischen Nathalie, ihrer Mutter, ihrem Partner und den Pflegeeltern. Dabei gerät sie zunehmend zwischen ihre juristische Verantwortung und ihre persönliche Betroffenheit.
Drehorte von „Wunschkind“
Für „Wunschkind“ nutzte das Filmteam ebenfalls mehrere Orte auf der Insel. In Zinnowitz wurde ein ehemaliges Schuhgeschäft zum Familienhilfeverein umgestaltet, bei dem Karin Lossow juristische Beratungen anbietet. Die Kanzlei der Pflegeeltern ist dagegen in einer echten Rechtsanwaltskanzlei in Zinnowitz untergebracht. Da auch die Wasserschutzpolizei und ein Hafen Teil der Handlung sind, fanden Dreharbeiten in den Häfen von Krummin und Zecherin statt. Die Strandszenen entstanden unter anderem am Teufelsberg bei Loddin.

Drehorte Usedom-Krimi: von den Seebädern nach Polen
Dass die Dreharbeiten vorwiegend im Winter stattfinden, ist eine bewusste Entscheidung der Produktion. „Es sollen gerade nicht die kitschig-schönen Rosamunde-Pilcher-Bilder von Usedom gezeigt werden, nicht die schöne Touristeninsel, sondern die Tristheit im Winter. So wird das authentische Usedom sichtbar“, erklärte Hauptdarstellerin Katrin Sass im November 2020 in einem Interview auf usedom.de.
Viele Szenen der Usedom-Krimis spielen in den Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck – dem bekanntesten Teil der Insel Usedom. Die Drehorte führen aber generell quer über die Insel, gerne auch zu Plätzen abseits der Touristenklassiker, auf die polnische Seite von Usedom nach Swinemünde (Świnoujście) oder auch nach Stettin aufs Festland.

Dass die drei Ostseebäder Heringsdorf, Bansin und Ahlbeck am häufigsten zu sehen, ist kein Wunder. Seit dem Wilhelminischen Zeitalter sind diese ein beliebtes Ziel für die deutsche Sommerfrische. Häufig sieht man in den Usedom-Krimis die Seebrücken der Insel. Diese halten Rekorde: Die Seebrücke Heringsdorf ist mit 508 Metern die längste Seebrücke Deutschlands, während die Seebrücke Ahlbeck die älteste Seebrücke ist und bereits 1882 entstand.
Drehorte Usedom-Krimi: Mörderhus
Der Name des ersten Usedom-Krimis ist zugleich der Name des Hauses, in das Katrin Sass in ihrer Rolle als ehemalige Staatsanwältin Karin Lossow zurückkehrt: ins „Mörderhus“. Dieses trägt seinen Namen, weil Karin Lossow einst ihren Mann im Affekt erschoss und deswegen als Mörderin abgestempelt wurde.
Das rote Reetdachhaus befindet sich in Morgenitz, einem Ortsteil der Gemeinde Mellenthin. Gelegen im Achterland von Usedom am Lieper Winkel, einer Halbinsel zwischen Peenestrom und Achterwasser, zeigt sich hier die idyllische Seite von Usedom. Abseits der Dreharbeiten lebt und arbeitet die Keramikkünstlerin Astrid Dannegger in dem 250 Jahre alten Haus. Gedreht wird meist auf der Wiese hinter der Töpferei, im Garten und gegenüber in der Alten Schule.
In Folge 15 des Usedom-Krimis – „Ungebetene Gäste“ –, die im November 2021 im TV lief, brannte das Mörderhus vollständig ab, allerdings nur im Film. Grund hierfür: Corona. Als im Winter 2020 gedreht wurde, wollte man aus Sicherheitsgründen Abstand zu Astrid Dannegger halten und nicht mit einem 40-köpfigen Team ihr Haus in Beschlag nehmen.
Drehorte Usedom-Krimi: Polizeireviere
Wird auf Usedom in der Krimi-Reihe ermittelt, ist immer wieder mal das jeweilige Polizeirevier zu sehen. Für die Außenansicht des deutschen Polizeireviers dient das Gemeindehaus im Seebad Ahlbeck als Kulisse. Das Gebäude ist damit Teil jener Schauplätze, an denen die Ermittlungsarbeit rund um Karin Lossow und die Kommissare ihren Ausgang nimmt.
Das polnische Gegenstück befindet sich in Swinemünde (Świnoujście), auf der polnischen Seite der Insel Usedom. Hier wurde das Hafenamt als Filmkulisse für das polnische Kommissariat genutzt. Auch die Bar, die Kommissarin Ellen Norgaard regelmäßig besucht, befindet sich hier. Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Ermittlern gehört zum besonderen Umfeld der Serie: Die geografische Nähe beider Länder und die gemeinsame Insel prägen immer wieder die Fälle.

Drehorte Usedom-Krimi: Zecheriner Brücke & Wolgast
Viele der Drohnenaufnahmen, die in den Usedom-Krimis zu sehen sind, entstehen auf der Zecheriner Brücke. Die 235 Meter lange Klappbrücke liegt etwa sechs Kilometer westlich der Stadt Usedom und führt über den Peenestrom. Neben der Peenebrücke Wolgast ist die Zecheriner Brücke die einzige Straßenverbindung auf die Insel Usedom.
Wolgast liegt im Landkreis Vorpommern-Greifswald am Peenestrom und ist über die Peenebrücke mit Usedom verbunden. Für den Usedom-Krimi wurde die Stadt in mehreren Folgen als Kulisse genutzt. In „Mörderhus“ (Folge 1) ist in der Schützenstraße das Haus eines späteren Mordopfers zu sehen. Die Episode „Engelmacher“ (Folge 3) führt in einer Szene Kommissarin Julia Thiel über die Peenebrücke zurück auf die Insel; außerdem diente ein Hochhaus in der Peenemünder Straße als Schauplatz für den Sturz einer Ärztin aus dem Fenster. In „Trugspur“ (Folge 5) wurde die ehemalige Mädchenschule in der Oberwallstraße als Gerichtsgebäude genutzt, während auf der Karriner Straße ein illegales Autorennen nachgestellt wurde. Auch für „Der lange Abschied“ (Folge 16) reiste das Filmteam nach Wolgast und drehte auf dem Gelände eines Agrarhandelsunternehmens die Explosion von Evas Camper.
In neueren Folgen kommen weitere wichtige Motive hinzu: In Wolgast befinden sich das Wohnhaus von Kommissar Rainer Witt und die Scheune, in der Karin Lossow lebt. Auf dem Nachbargrundstück steht eine alte Feldsteinkirche, die in der Serie als Kirche von Pastor Grubbe zu sehen ist.

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Herrlich zu lesen was man im Tv verfolgt.