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Regional, saisonal, phänomenal: Kulinarische Erlebnisse im Fichtelgebirge

Im Nordosten Bayerns zeigt sich das Fichtelgebirge von seiner schmackhaften Seite. Im Mittelpunkt stehen nicht nur fränkische Spezialitäten, sondern die Menschen und Macher, die diese liebevoll herstellen. Ob Burger oder Bauernhofeis, ob Kräuter oder Kaffee: Die Direktvermarkter im Fichtelgebirge überzeugen mit Leidenschaft für ihr Handwerk und frischen, regionalen und originellen Produkten.


Regional, saisonal, phänomenal: Kulinarische Erlebnisse im Fichtelgebirge ♥ Lesezeit: 9 Minuten


Burger im Fichtelgebirge: Fichtelburger in Marktredwitz

Seit mehreren Jahren erleben handgemachte Burger und Pommes abseits der gängigen Fastfood-Ketten einen großen Hype. In Marktredwitz eröffnete erst 2020 der hippe Laden von Maximilian Bayer, der sich voll und ganz dem Thema verschrieben hat. Was bei „Fichtelburger“ über die Ladentheke geht, ist frisch, regional und köstlich. Das Fleisch kommt aus der Region, die Burger-Buns werden von einem Bäcker um die Ecke gebacken.

Die Leidenschaft für kreative Burger mit regionalen Zutaten zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben von Maximilian Bayer. Bereits in seiner WG experimentierte er mit Rezepten und wurde auf Instagram für seine Kreationen bekannt. Zuerst versuchte er sich mit einem Foodtruck, bis er 2020 seinen Laden eröffnete. Sein Konzept ging auf: In einem Ranking des Magazins „Falstaff“ belegt „Fichtelburger“ 2021 bayernweit den ersten Platz!


Roggen im Fichtelgebirge: Rogg-in in Weißenstadt

Die Kulinarik im Fichtelgebirge ist eng mit der Geschichte des Roggenanbaus verknüpft. Roggen spielte schon immer eine große Rolle in der Region. Dieser diente einst als Hauptbrotgetreide im Fichtelgebirge. Damals als „Gold der Region“ bekannt, sicherte es die Brotversorgung der Bevölkerung, da Roggen auf den kargen Böden besonders gut gedieh.

Wer sich auf die Spur des Roggens begeben möchte, sollte das „Informationszentrum Rogg-in“ in Weißenstadt besuchen. Mit Liebe zum Detail und vor allem Liebe zum Roggen wurde ein modernes Museum geschaffen, in dem Geschichte auf Poesie trifft. Deshalb trägt das Projekt den klangvollen Beinamen „Pädagogisch-poetisches Informationszentrum für Roggenkultur“. Besonders schön ist der Mix aus Wissensvermittlung und Entspannung: Überall findet man Sitzecken, in denen man sich via Audiotools mit der Geschichte des Getreides berieseln lassen kann. 


Lebkuchen & Vollkornbrot im Fichtelgebirge: Pema Concept Store in Weißenstadt

Direkt nebenan geht es kulinarisch weiter – mit Brot genauso wie mit Lebkuchen. In Weißenstadt wurde bereits im Jahr 1905 eine Konditorei und Lebküchnerei eröffnet. Die Backstube der Familie Leupoldt entwickelt sich schnell zum Traditionsunternehmen und ist seit über 100 Jahren im Familienbesitz. Ein Klassiker ist der Leupoldt Soßen-Lebkuchen, mit dem man köstliche Saucen für Sauerbraten und Co. zubereiten kann.

Ab 1950 erweiterten die Leupoldts ihr Sortiment mit Vollkornbrot und Pumpernickel. Grund dafür war ein Zufall: Ein aus dem Sudetenland stammender Bekannter erzählte von einem Lebkuchen aus Münchberg, den man Pumpernickel nannte. Als Heinrich Leupold sich informierte, entdeckte er keinen Lebkuchen, sondern tiefschwarzes Brot, eben Pumpernickel. Seither dreht sich im „PEMA Concept Store“ alles um Lebkuchen und die Vollkornbrote, die auf Grund ihres Herstellungsverfahrens besonders lange haltbar sind. Mittlerweile besteht das Sortiment aus einer Vielzahl von Sorten, vom klassisch-dunklen Roggenbrot über Hafer- und Reisbrot bis hin zur glutenfreien Variante. Das Wort „Pema“ kommt aus dem Tibetischen und bedeutet „Lotusblüte“, ein Symbol für Reinheit. Denn beim Brot wird auf jegliche Zusatzstoffe verzichtet. 


Hochprozentiges im Fichtelgebirge: Sack’s Destillerie in Weißenstadt

Um 100 Prozent natürliche Zutaten aus der Region und hochprozentiges Handwerk geht es in der „Sacks Destillerie“ in Weißenstadt. Seit dem Jahr 1864 hat sich die Familie Sack Likören und Bränden verschrieben. Einst begann Carl Sack in seiner „Specerey-Waaren-Handlung“ mit der Herstellung von Likören aus den Waldbeeren und Bitterkräutern des Fichtelgebirges. Das erste Produkt war ein Heidelbeer-Likör. 

Heute leitet Marcel Völkel den Betrieb. Noch immer stellt er nach dem Original-Rezept den Heidelbeer-Likör von einst her genauso wie andere Rezepturen des Familienbetriebs. Besonders wichtig sind damals wie heute natürliche Zutaten. Fremde Essenzen, künstliche Aromen, synthetische Farbstoffe oder chemischen Zusatzstoffe kommen nicht in die edlen Flaschen. Marcel Völkel ist Traditionen treu, setzt aber auch Trends. So experimentierte er ein Jahr lang, bis er zwei Gin-Sorten in das Sortiment aufnahm: einen mit Madagaskar-Vanille und einen mit Wacholder, Waldmeister und Zitrone. Der Sack-Besteller ist der goldprämierte „Fichtelgold“, der aus 32 Kräutern des Fichtelgebirges gebrannt wird.


Nutztiere im Fichtelgebirge: Arche-Dorf Kleinwendern

Das kleine Dorf Kleinwendern im Fichtelgebirge ist eines von nur zwei Arche-Dörfern in ganz Deutschland. Die Idee hinter diesem bürgerschaftlichen Gemeinschaftsprojekt ist es, alte und gefährdete Haustierrassen zu erhalten. Als Arche-Dorf darf sich ein Ort nur bezeichnen, wenn mindestens vier Dorfbewohner bereit sind, eine der alten gefährdeten Rassen zu züchten. Ein Streichelzoo ist ein Arche-Dorf allerdings nicht. Es handelt sich um Nutztiere, die auch geschlachtet werden. Produziert werden Eier von glücklichen Hühnern, Bio-Rindfleisch, Lammfleisch oder Martinsgänse. 

In Kleinwendern startete man 2012 mit fünf Rindern, damals mit der Intention, das „Sechsämterrotvieh“ zu retten, das als Rasse seit über 3.000 Jahren existiert. Mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde und des Bayerischen Umweltministeriums wurde eine Weide eingerichtet und eine kleine Herde angesiedelt. Seit 2019 ist Kleinwendern als Arche-Dorf zertifiziert. Heute leben in dem 80-Einwohner-Dorf doppelt so viele Tiere: Rotes Höhenvieh, Thüringer Wald Ziegen, Coburger Fuchsschafe, Reinische Schecken, blauäugige Hermelinkaninchen, Sundheimer Hühner, Deutsche Reichshühner, Bayerische Landgänse und Pommernenten. In Kleinwendern entstand auch die Idee zum ersten Gemüseabo im Fichtelgebirge. Wer will, bestellt Obst, Gemüse, Salate, Käse, Eier, Brot oder Naturkostartikel bei Bio-Bote Heinz Wunderlich.


Bauernhofeis im Fichtelgebirge: Buchberghof Eismanufaktur in Kirchenlamitz

Kalt, köstlich und kreativ: In Kirchenlamitz entsteht aus frischen Früchte vom Land, regionalen Produkte und tagesfrischer Milch herrlich cremiges Bauernhofeis. Martina und Florian Reichel eröffneten die „Buchberghof Eismanufaktur“ im Jahr 2017, als sie auf ihrem Bauernhof einen modernen, besonders artgerechten Freilaufstall bauten. 70 Kühe haben in dem Stall-Neubau ein wunderschönes neues Zuhause bekommen und versorgen den Betrieb täglich mit 1.800 bis 2.300 Liter Milch.

Daraus kreieren die Reichels kalte Köstlichkeiten: Rund 50 verschiedene Eissorten gibt es mittlerweile im Sortiment – Milcheis, Joghurteis, Sorbets, Eistorten und Eisgebäck. Die Geschmacksrichtungen sind vielseitig – von Haselnuss bis Schokolade, von Latte Macchiato bis Amaretto mit Kakao. Im Winter stehen Kreationen wie Maroni oder Marzipan auf der Karte. Was alle eint: Das Eis kommt ganz ohne künstliche Aromen, Farbstoffe und Konservierungsmittel daher, die Tiere bekommen ausschließlich gentechnikfreies Futter. Das Motto bei der Herstellung des Bauernhofeis? Ehrlich, regional und naturbelassen.


Kaffee im Fichtelgebirge: Fichtelkaffee in Wunsiedel

Die neuesten Geschmackshandwerker aus dem Fichtelgebirge widmen sich auf dem Marktplatz von Wunsiedel edlen Bohnen: Micha Meyer und Simon Schelter vertreiben seit 2021 ihren zertifiziertem Bio-Kaffee und eröffneten im Mai 2022 ihr brandneues „Fichtelkaffee“. Die beiden verband schon lange die Leidenschaft für guten Kaffee und der Wunsch, etwas zu kreieren, was es in dieser Form im Landkreis noch nicht gibt. 

Im Januar 2021 gründeten sie ihr Start-up und starteten mit dem Vertrieb von Bohnen- und Filterkaffee in Wunsiedel und Umgebung. Im Sommer führten sie dann ein erfolgreiches Pop-up-Café am Marktplatz. Schnell fiel die Entscheidung, ein festes Café zu eröffnen. Seither zieht ein herrlich aromatischer Duft durch den hippen Laden: 939er Kösser Café Crema, 1024er Oxpresso und 618er Katherer Koffeinfrei zischen dampfend durch die Kaffeemaschine. Die Röstungen sind nach den Bergen des Fichtelgebirges benannt. Den Kaffee gibt’s vor Ort, im Online-Shop und in acht Edeka-Märkten und ausgewählten Dorf- und Spezialitätenläden. 


Bio-Eier im Fichtelgebirge: Heimathühner in Wunsiedel

In Schönbrunn dreht sich alles um das Gelbe vom Ei: 230 Hühnerladies gackern fröhlich auf den Wiesen in und um Schönbrunn und füllen mit ihren Eiern das Hühnermobil von Lena Meyerhöfer. Im rosaroten Eierstüberl kann jeder die Bio-Eier mit Herz täglich von 7 bis 21 Uhr kaufen. Bezahlt wird mit der Vertrauenskasse, in die Kunden das Geld für ihren Eiereinkauf legen.

Lena Meyerhöfer wuchs bereits als Kind mit Hühnern auf und hatte stets eine enge Bindung zu den Tieren. Weil ihr auffiel, dass es in der Region eine immer größere Nachfrage nach Bio-Eiern gibt, aber nur ein geringes Angebot, entschloss sie sich, selbst welche zu produzieren. Erst im April 2021 eröffnete sie ihr Hühnermobil. Die Eier – es sind täglich mehr als 2.000 – stammen von glücklichen Hühnern. Lena Meyerhöfer betreibt einen mobilen Stall mit riesigem Auslauf, ein „Fünf-Sterne-Hotel für Hühner“, wie sie gerne sagt. Damit die Hühner immer frisches Gras rupfen können, wird der Strandort alle drei Wochen gewechselt. 


Esskultur im Fichtelgebirge: Fichtelgebirgsmuseum in Wunsiedel

Im ersten Moment würde man Kulinarik nicht mit einem Museumsbesuch verbinden, im Fichtelgebirge allerdings schon: So dreht sich eine aktuelle Ausstellung im „Fichtelgebirgsmuseum“ um die Esskultur in der Region. Unter dem Thema „So isst das Fichtelgebirge – Geschichten rund ums Essen und Trinken“ werden Spezialitäten, Ess- und Trinkgefäße genauso wie die Kulturgeschichte in Szene gesetzt. Zu sehen gibt es mittelalterliches Zinngeschirr für das selbstgebraute Dünnbier, barocke Prunkglasgefäße aus Bischofsgrün für den Cypernwein oder Keramik aus Bayreuth und Creussen.

Das Museum ist das größte Regionalmuseum Bayerns und erstreckt sich über einen großen Gebäudekomplex: Wo in Wunsiedel im 15. Jahrhundert das Sigmund-Wann-Spital untergebracht war, befindet sich heute im umgebauten Spitalgebäude das Fichtelgebirgsmuseum. Unbedingt Zeit einplanen, denn insgesamt warten neun miteinander verbundene Häuser auf über 2.500 m² auf Besucher. Die Ausstellungsstücke und Inhalte drehen sich um die Menschen, die Kultur und das Leben im Fichtelgebirge, damals wie heute, und reichen von steinzeitlichen Funden über Geologie, Mineralogie und Bergbau bis hin zu einer Möbelsammlung und Kunstwerken der Gegenwart.


Wildfleisch im Fichtelgebirge: Forstbetrieb Fichtelberg

Die Naturlandschaft im Fichtelgebirge wird von herrlichen Wäldern durchzogen. Diese gehören überwiegend zum Forstbetrieb Fichtelberg. Unter dem Dach der Bayerischen Staatsforsten kümmern sich 75 Mitarbeiter um eine naturnahe, integrative und nachhaltige Forstwirtschaft im Fichtelgebirge. Ihr Motto? Den Wald und seine Bewohner auf ganzer Fläche schützen und nutzen.

Im Jahr 2009 starteten erste „Pionier“-Betriebe mit der Vermarktung von Wildbret aus eigenen Wäldern. Mittlerweile wird aus dem bayerischen Staatswald an insgesamt 23 Forstbetriebsstandorten Wildbret angeboten. Der Forstbetrieb Fichtelberg hat im Neubau des Forstbetriebsgebäudes einen modernen Verkaufsraum für Wildbret eingerichtet. Im Angebot sind Wildfleisch von Reh-, Rot- und Schwarzwild, solange der Vorrat reicht. Denn das Angebot richtet sich nach der Jagdzeit und dem Jagderfolg. Wild wird gerne bezeichnet als „Fleisch der kurzen Wege“, da es direkt aus dem Wald auf den Teller kommt. Zudem ist die Herkunft klar: Die Tiere bekommen kein künstliches Zusatzfutter, keine Hormone und keine Antibiotika. Ein besonderer Renner sind die brat- bzw. grillfertig zubereiteten Wildburger aus Reh- und Rotwild im Zweierpack.


Wildkräuter im Fichtelgebirge: Kräuterdorf Nagel am See

Riechen, schmecken, fühlen: Im Naturpark Fichtelgebirge im Nordosten Bayerns dreht sich im Natur- und Kräuterdorf Nagel am See alles um Sinne, Natur und Wildkräuter. Das Wissen um die Verwendung dieser Kräuter zur Herstellung von Tee, Gewürzen und Seifen oder in der Medizin spielte in Nagel schon immer eine große Rolle. Das belegt ein historisches Kräuterbüchlein von 1600. Die Liebe zu Kräutern wurde in den letzten Jahren neu belebt. Das „Haus der Kräuter“ bildet das Zentrum aller Kräuteraktivitäten in Nagel. Das Haus aus dem Jahr 1890 wurde liebevoll restauriert und 2013 eröffnet. Seit 2018 darf sich Nagel zudem offiziell mit dem Titel „Erlebnisdorf“ schmücken. In Vorträgen und Seminaren machen mehr als ein Dutzend zertifizierte Kräuterführerinnen das Thema Kräuter erlebbar. 

Nagel war einst ein Waldsumpfgebiet. 23% der Fläche besteht heute aus geschützten Flächen und bietet so Raum für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Direkt am See blühen Duftrosen, Minze, Thymian und Lavendel und ziehen Schmetterlinge und Bienen an. Zu erkunden gibt es neben dem idyllischen See auch drei Blumen- und Kräutergärten. Besonders lohnenswert ist eine Kräuterwanderung mit Erika Bauer, die sich in der Umweltstation Waldsassen zu zertifizierten Kräuterführerin hat ausbilden lassen und mit ihren Gästen ihr umfassendes Wissen über Wildkräuter teilt.


Bienen im Fichtelgebirge: Themenweg Honig & Wald

Eines der natürlichsten Produkte der Natur steht auch im Fichtelgebirge im Fokus: Auf dem neuen „Themenweg Honig & Wald“ dreht sich alles um Bienen und Honig. Ins Leben gerufen wurde der neue Wanderweg vom „Imkerverein Hohes Fichtelgebirge“. 47 Imker sind Mitglied und sorgen mit ihren Bienenstöcken dafür, dass es in der ganzen Region köstlichen Honig gibt. Einer von ihnen ist Stefan Traßl. Der ehemalige Lehrer entdeckte im Jahr 2012 seine Leidenschaft für Bienen, hat 35 Bienenvölker und ist der Erste Vorsitzende vom Verein. In der „Imkerei Traßl“ in Fichtelberg bietet er Blütenhonig, Rapshonig, Waldhonig, Lindenblütenhonig und Produkte aus Bienenwachs an. 

Stefan Traßl war auch maßgeblich bei der Umsetzung des „Themenweg Honig & Wald“ beteiligt, der erst im Sommer 2021 eingeweiht wurde. Ausgegend vom Grünsteinparkplatz geht es über 2,6 Kilometer entlang der vier Schwerpunkte „Phänologie“, „Wild-/Honigbiene“, „Imkerei“ und „Bienenweidepflanzen“. Unterwegs gibt es rund 40 Tafeln mit vielen Informationen zu den Bienenvölkern, den Entwicklungsschritten der Honigbiene, den Tätigkeiten des Imkers und den Pflanzen und der Natur.


Bier im Fichtelgebirge: Lang-Bräu & Privatbrauerei Michael

Die Franken sind ein Volk von Bierbrauern. Im Regierungsbezirk Oberfranken, zu dem das Fichtelgebirge gehört, gibt es die größte Brauereidichte der Welt. Rund 220 Brauereien befinden sich auf einer Fläche von 107.000 Quadratkilometern. Die größte Brauerei im Fichtelgebirge ist in Wunsiedel-Schönbrunn. Seit dem Jahr 1853 wird im „Lang Bräu“ Bier gebraut. Der Familienbetrieb stellt 13 Sorten Bier und 21 verschiedene Limonaden her. Im Fichtelgebirge schenken rund 25 Gaststätten das regionale Schönbrunner Fichtelgebirgsbier von Lang-Bräu aus. Zur Brauerei gehört das „Bräustüberl Schönbrunn“.

Um Bier dreht sich auch alles in der „Privatbrauerei Michael“ in Weißenstadt – und das seit dem Jahr 1906. Braumeister Hermann Michael nimmt Besucher mit auf eine spannende Reise in die Welt des Bieres. So gibt es Bier-Tasting-Pakete für zu Hause und Braukurse – Brauer-Zertifikat inklusive. Der Familienbetrieb braut auch exklusive Biere für Restaurants, zum Beispiel für das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete „Gasthaus Egertal“.


Spezialitäten im Fichtelgebirge: Kronfleisch und Co.

Die fränkische Küche ist enorm vielseitig. Klassiker wie Nürnberger Bratwürste, Schweinebraten mit Kruste oder Schäufele und fränkischer Sauerbraten mit Lebkuchensoße kommen genauso wie Wildkräuter, die Fichtelgebirgsforelle und Küchle auf den Tisch. Neben den vielen Brauereien sind in der Region auch eine Vielzahl an Metzgereien und Bäckereien ansässig: Es gibt mehr als 500 Betriebe.

Eine ganz besondere regionale Spezialität im Fichtelgebirge ist Kronfleisch, das Muskelfleisch im Zwerchfell des Rinds. Kronfleisch ist herzhaft und weniger von Fett durchzogen als beispielsweise Entrecôte. Im Fichtelgebirge wird Kronfleisch auf zwei Arten zubereitet: gekocht in Brühe oder zart rosa gebraten. Dazu isst man geriebenen Meerrettich und ein dunkles Mischbrot. Besonders köstlich schmeckt’s im „Poststüberl Tröstau“, wo Kronfleisch einmal pro Woche zubereitet wird.


Offenlegung

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit der Tourismuszentrale Fichtelgebirge. Meine Meinung ist aber völlig unvoreingenommen und stets meine eigene. 

Alle Direktvermarkter und Hofläden im Fichtelgebirge finden sich in der Broschüre „Direktvermarkter im Fichtelgebirge“, die im Onlineshop der Tourismuszentrale Fichtelgebirge kostenlos bestellt werden kann. 

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