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Zweiflüsse-Stadt Steyr: 25 Highlights und Tipps für Steyr

〈ᴡᴇʀʙᴜɴɢ〉Dort, wo Enns und Steyr ineinanderfließen, liegen die Lebensadern der Stadt Steyr. Denn die Entwicklung der drittgrößten Stadt Oberösterreichs ist seit jeher von ihrer Lage an den zwei Flüssen bestimmt. Historisch gesehen galten Enns und Steyr als Flüsse der Hammerwerke und des Eisens, doch die Region geht weit über ihre Industriegeschichte hinaus. An den Ufern der Zweiflüsse-Stadt bezaubern opulente Bürgerhäuser und Barockkirchen genauso wie wildromantische Altstadtgässchen und Aulandschaften.


Zweiflüsse-Stadt Steyr: 25 Highlights und Tipps für Steyr ♥ Lesezeit: 12 Minuten


#1 Tipps für Steyr: Zusammenfluss von Enns und Steyr

Man kann nicht über Steyr sprechen, ohne die Flüsse Enns und Steyr zu erwähnen. Sie sind die Lebensadern der Stadt. Schon immer hing die Entwicklung von Steyr eng mit ihrer Lage an den zwei Flüssen zusammen. Und so ist auch das Bild, das sich Besuchern bei ihrer Ankunft präsentiert: Um in die Altstadt zu gelangen, passiert man jenen Ort, wo Enns und Steyr ineinanderfließen – und steht auf der ersten Brücke von vielen. Gerne sagen die Steyrer schmunzelnd, sie hätten mehr Brücken als Venedig, in Wahrheit sind es aber 119 Brücken und Stege. Den schönsten Blick auf den Zusammenfluss von Enns und Steyr hat man von der Bahnhofsbrücke und der Steyr-Brücke. 

Tipp: Direkt an der Brücke liegt auf der Terrasse von dem „Hotel – Restaurant Minichmayr“ (Haratzmüllerstraße 1-3) der perfekte Ort für einen Sundowner mit perfektem Blick auf den Zusammenfluss.

Zweiflüsse-Stadt Steyr: 25 Highlights und Tipps für Steyr
Zweiflüsse-Stadt Steyr
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#2 Tipps für Steyr: Die Barockkirche St. Michael

Genau hier thront eines der Wahrzeichen der Stadt, das dem Panorama am Zusammenfluss das besondere Flair verleiht. Die Barockkirche St. Michael erhebt sich am Ende der Steyr-Brücke. Der zwei-türmige Barockbau wurde von 1635 bis 1677 errichtet. Zwischen den Türmen verbirgt sich ein Giebel mit einem Fresko des Heiligen Michael mit dem Sturz der gefallenen Engel. Das Innere der Kirche stammt aus dem Frühbarock, vor allem die opulente Rokokoeinrichtung ist sehenswert. 

Zweiflüsse-Stadt Steyr
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#3 Tipps für Steyr: Der Taborturm

Über der Barockkirche St. Michael erhebt sich ein weiteres Gebäude, das stets wichtig für die Stadt war. Früher kam es regelmäßig zu Bränden, der größte Brand brach 1727 in einer Färberei im Stadtteil Ennsdorf aus, ging auf die Altstadt und die Styraburg über und richtete große Zerstörungen an. Um künftige Brandkatastrophen einzudämmen, wurde ein Befestigungsturm mit einer ständigen Feuerwache eingerichtet. Noch heute steht der Taborturm über der Barockkirche und bietet einen tollen Blick über die Stadt. 243 Stufen führen nach oben zu einem Aussichtsplatz. 

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#4 Tipps für Steyr: Die Enns

Die Enns war über viele Jahrhunderte ein wichtiger Transportweg für das Eisen aus dem Erzberg. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert wurde auf Flößen Eisen transportiert, Messer und andere Klingenwaren wurden sogar bis nach Venedig geliefert. Die Entscheidung für den Wasserweg war logisch: Die Straßen waren schlecht und voller Morast und die Transportfähigkeit der Flöße und Kähne viel größer. Heute prägt die Enns nicht nur das Stadtbild von Steyr und der Region, sie ist auch enorm wichtig: Die Kette der Wasserkraftwerke auf der Enns und der Steyr zählen zu den größten österreichischen Produzenten elektrischen Stromes aus Wasserkraft.

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#5 Tipps für Steyr: Die Steyr

Die Steyr, der namensgebende Fluss der Stadt, erstreckt sich 70 Kilometer von ihrem Ursprung in Hinterstoder bis zur Mündung in Steyr. Der Fluss wurde und wird heute noch hauptsächlich zur Energiegewinnung genutzt und ist eng mit dem Handwerk der Region verbunden. Denn die Kraft des Wassers wurde zum direkten Antrieb von Mühlen oder Schmiedehämmern und später zur Stromerzeugung genutzt. Früher waren auf dem Wasser Bretterflöße unterwegs, sogenannte Ladenkarl. Diese Flöße waren durchschnittlich 5 Meter lang, 4 Meter breit und 50 Zentimeter hoch, wurden von einem Mann gesteuert und zumeist bis Steyr gefahren. Noch bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs war die Steyr ein wichtiger Transportweg für Sägewerke. 

Tipp: Wer die Steyr sportlich erkunden möchte, sollte unbedingt den Steyrtal Radweg R8 fahren. Fahrräder zum Ausleihen gibt es in der Engen Gasse 16 bei „eMobility“.

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#6 Tipps für Steyr: Der Ennskai

Direkt am Ufer der Enns liegt malerisch unterhalb der Altstadt der Ennskai, wo man erste architektonische Perlen erspähen kann. Viele Fassaden an der Wasserfront sind in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben. Sieht man genauer hin, erkennt man jene Bauweise, für die Steyr so berühmt ist: schmale Vorderseiten der Häuser, lange Gebäudekomplexe. Die meisten Häuser reichen vom Ennsufer bis hoch zum Stadtplatz. Dazwischen verbergen sich schmale Durchgänge und kleine Höfe, die die terrassenartig gebaute Stadt miteinander verbinden.

Tipp: Erst seit Kurzem gibt es eine neue Fußgängerbrücke, die vom Ennskai bzw. Stadtplatz über die Enns führt und so den Weg zum Bahnhof enorm verkürzt.

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#7 Tipps für Steyr: Enge Gasse & Schlosstor

Macht man sich vom Zusammenfluss von Enns und Steyr auf den Weg in die Altstadt, wird man vom Schlosstor willkommen geheißen. Beim Anfang der Engen Gasse, die zum Stadtplatz früher, thront jenes Tor, das auf die Gründungssage der Stadt Steyr zurückgeht. Weil Steyr einst berühmt für den Eisenhandel war, kamen viele Herrscher in die Stadt. Deshalb prangen Bildnisse von Kaiser Friedrich III. und seinem Sohn Maximilian I. auf dem bunten Schlosstor. Der Weg nach oben führt zum Schloss Lambert (siehe Tipp #15), gerade geht es durch die Fußgängerzone der Engen Gasse auf den Stadtplatz.

Tipp: Das beste Eis der Stadt gibt’s in der Engen Gasse 16 bei „Buburuza Eis“, wo viele kreative Sorten in der Tüte landen – von Süßkartoffel mit Cashews bis hin zu Udhudlertraube.

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#8 Tipps für Steyr: Der Stadtplatz

Steyr kann sich zurecht damit rühmen, einen der schönsten Stadtplätze Österreichs zu haben. Hier reihen sich Bürgerhäuser, Rokoko-Bauten und Barockfassaden malerisch aneinander, ein Gebäude schöner und opulenter als das andere. Kein Wunder, denn der Stadtplatz von Steyr verfügt über eines der besterhaltenen Altstadtensembles im deutschsprachigen Raum. Das Spannende ist die Bauweise, die man schon am Ennskai bestaunt hat. Der Platz wurde etwa Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet und mittelalterlich parzelliert. Das bedeutet, dass viele der Gebäude im gotischen Stil erbaut wurden. Da es damals eine hohe Fenstersteuer gab, die die Bewohner vermeiden wollten, wurden Häuser meist sehr schmal und mit wenigen Fenstern erbaut, dafür aber mit langen Gebäudekomplexe. Noch heute haben viele der Bauten eine Länge von 70 Metern und reichen vom Stadtplatz bis hoch zur Berggasse.

Tipp: Auf dem Stadtplatz findet zwei mal pro Woche der Steyrer Wochenmarkt statt, wo heimische Produkten wie Obst und Gemüse und Fisch oder Fleisch verkauft werden (immer donnerstags und samstags am Vormittag). Einmal im Monat findet der Schmankelmarkt der Altstadtwirte beim Leopoldibrunnen mit Streetfood und Livemusik statt und jeden Freitag ab Mittag wird zudem beim Marktkonzept Stadtplatz-LEO gekocht. Als Geheimtipp gilt der Gemüsestand Flath, der Montag bis Samstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet hat.

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#9 Tipps für Steyr: Das Rathaus

Aus dem Rokoko stammt das Rathaus von Steyr, das zentral auf dem Stadtplatz steht. Hier befindet sich auch die Touristeninformation. Das Rathaus wurde von 1765 bis 1778 von Gotthard Hayberger errichtet, der Bürgermeister und Stadtrichter von Steyr war. Besonders auffällig ist der Balkon über dem Portal, auf dem sich auch das Stadtwappen befindet: ein Flammen speiender Panther. Auf der Balustrade symbolisieren indes vier barocke Frauengestalten die Machtbefugnisse der Stadt von einst. Justizia mit Schwert und Waage, Strafrecht mit Eisenkugel und Kette am Fuß, Kirchen-Patronanz mit Weihrauchgefäß und und Römisches Recht mit Buch in der Hand.

Tipp: Es gibt viele verschiedene Stadtführungen durch Steyr. Besonders lohnenswert ist eine Tour mit Wolfgang Hack, der nicht nur Austria Guide ist, sondern als passionierter Heimatforscher und Steyrer mit Leib und Seele alles über seine Stadt weiß. Die Touren starten immer vor dem Rathaus.

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#10 Tipps für Steyr: Das Bummerlhaus

Geht es um gotische Bauten, ist besonders ein Haus augenfällig in Steyr: Das älteste Bürgerhaus der Stadt trägt den Namen Bummerlhaus (Stadtplatz 32) und gilt als eines der wichtigsten spätgotischen Gebäude Österreichs. Die Geschichte des Gebäudes reicht weit zurück: Erste urkundliche Erwähnung fand man um 1450, Experten sind aber sicher, dass der Kern des Hauses ins 13. Jahrhundert zurückgeht. Das Bummerlhaus zeigt die für Steyr typische Grundkonzeption: Vorderhaus mit reich ausgestatteten Fassade zum Stadtplatz und spitzem Dach, langgezogenes Hinterhaus mit drei Höfen und Laubengängen und dazwischen schmale Durchgänge mit Stufen nach oben. Der Name entstand wegen einem Wirtshaus, das sich im 19. Jahrhundert hier befand. Das Aushängeschild des Restaurants „Zum Goldenen Löwen“ war ein Löwe, der den Steyrern aber zu niedlich war. Deshalb nannten sie ihn „Bummerl“, was im Dialekt zu viel bedeutet wie „kleiner, dicker Hund“. So wurde aus dem Bummerlwirtshaus im Laufe der Zeit das Bummerlhaus.

Tipp: Direkt neben dem Bummerlhaus übernachtet man im „Landhotel Mader“ (Stadtplatz 36) in einem historischen Bürgerhaus, das sich sogar aus zwei gotischen Gebäudekomplexen zusammensetzt.

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#11 Tipps für Steyr: Das Sternhaus

Das wohl am reichsten geschmückte Bürgerhaus steht am unteren Stadtplatzes und trägt seinen Namen Sternhaus wegen des über dem Portal angebrachten, von zwei Greifen gehaltenen goldenen Sterns, der als Symbol für den Eisenhandel steht, für den die Region seit Jahrhunderten bekannt ist. Weiter oben auf der Fassade des Sternhauses (Stadtplatz 12) thronen über den Fenstern verschiedene Engelsfiguren in unterschiedlicher Haltung: Sie sollen mit ihren Attributen die fünf Sinne des Menschen verkörpern.

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#12 Tipps für Steyr: Das Meditzhaus 

Gegenüber vom Sternhaus befindet sich das Meditzhaus (Stadtplatz 9), das nicht nur wegen seiner Bauweise, sondern auch wegen dem malerischen Meditzhof bekannt ist. Benannt nach seinem ehemaligen Besitzer, bestaunt man hier vom Stadtplatz aus eine aufwändige Barockfassade und hinter den Mauern einen der schönsten Renaissancehöfe von Steyr. In dem Durchgang, der hinunter bis zum Ennskai reicht, stehen malerische Arkadengängen und toskanischen Säulen. 

Tipp: Im Innenhof befindet sich mit dem „Rahofer“ eine der besten Gastroadressen der Stadt. Georg Rahoferer kochte bereits in den 80er Jahren die erste Haube in Steyr, es gibt aber auch ein gemütliches Café im Arkadenhof. Die Idee zum Restaurant hatte übrigens Fotolöwe Franz Josef Hartlauer, der von Steyr aus die Marke „Hartlauer“ österreichweit bekannt machte. Er ging auf die Familie Rahofer zu und fragte, ob sie nicht in diesem Stadtplatz-Haus ein Lokal eröffnen wollen.

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#13 Tipps für Steyr: Das Schuberthaus

Nur wenige Meter entfernt entdeckt man in Steyr ein Stück Musikgeschichte. Das zweite Haus links vom Sternhaus ist das Schuberthaus (Stadtplatz 16), das daran erinnert, dass der Komponist Franz Schubert regelmäßig zu Gast in Steyr war. Er schrieb einst: „Die Gegend in und um Steyr ist über alle Begriffe schön. In dem Haus, wo ich wohne, befinden sich acht Mädchen, beinahe alle hübsch. Du siehst, daß ich zu tun habe“. Allerdings ging es in jenem Werk, das in Steyr entstand, nicht um Frauen, sondern um Forellen: Für Sylvester Paumgartner, den Besitzer des Hauses, komponierte Franz Schubert sein weltberühmtes Forellenquintett. 

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#14 Tipps für Steyr: Pfarrgasse & Stadtpfarrkirche

Am südlichen Ende des Stadtplatzes geht es hoch über die Pfarrgasse zur Stadtpfarrkirche. Die dreischiffige Hallenkirche, das „Steyrer Münster“, wurde von 1443 bis 1522 erbaut. Der 80 Meter hohe Turm wurde Opfer eines Brandes und ab 1885 im neugotischen Stil wiederaufgebaut. Besucher können ihn heute erklimmen und einen umwerfenden Blick über die Stadt genießen. Im Alten Pfarrhof wohnte übrigens lange Zeit der Komponist Anton Bruckner in den Sommerferien. Hier komponierte er Teile seiner 8. und 9. Sinfonie. 

Tipp: Am Ende der Pfarrgasse befindet sich mit dem „Schwechaterhof“ (Leopold-Werndl-Straße 1) eines der urigsten Restaurants von Steyr, im Sommer besonders schön ist der Biergarten unter schattigen Bäumen. Hier gibt es auch die berühmte Steyr-Torte von der Konditorei Schmidt.

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#15 Tipps für Steyr: Schloss Lamberg

Steyr wäre nicht Steyr, wenn die Stadt nicht ein Schloss hätte, das über den Häusern der Altstadt thront. Bereits um das Jahr 980 wurde die sogenannte „Stirapurhc“ erstmals genannt, die heute als Schloss Lamberg (Berggasse 2) bekannt ist. Damals bauten Männer aus dem Grafengeschlecht der Ottokare die „Styraburg“, um sich vor feindlichen Angriffen zu schützen. Was viele nicht wissen: Dieser Name war nicht nur namensgebend für die Stadt Steyr, sondern für das ganze Bundesland Steiermark. 1727 wurde die gesamte Anlage bei einem Stadtbrand zerstört; es waren dann die Grafen Lamberg, die das Gebäude wieder als repräsentatives Barockschloss errichteten. Weil das Schloss insgesamt von 1666 bis 1938 im Besitz der Familie Lamberg war, trägt es noch heute ihren Namen. 

Tipp: Um das Schloss herum führt ein lohnenswerter Panoramaweg mit Aussichtspunkten auf den Zusammenfluss von Steyr und Enns.

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#16 Tipps für Steyr: Der Schlosspark

Wer eine grüne Oase sucht, wird nicht nur im Außengelände des Schloss Lambergs fündig, sondern vor allem drumherum. Denn der Schlosspark ist das grüne Naherholungsgebiet der Stadt. Er besteht seit dem 15. Jahrhundert und erhielt im Jahr 1844 seine heutige Gestalt als englischer Landschaftspark. 2019 wurde hier der erste Steyrer Fitness-Park eröffnet. Auf ca. 1000 Quadratmetern wurden Sportgeräte installiert, mit denen man Beweglichkeit, Kraft und Koordination trainieren kann. Neu ist auch die „Literatur im Garten“, bei der man via Schildern mit Zitaten durch den Schlosspark geführt wird. 

Tipp: Der perfekte Ort für ein romantisches Abendessen ist die „Orangerie im Schlosspark“ (Blumauergasse 1). Im Sommer unbedingt im Gastgarten reservieren!

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#17 Tipps für Steyr: Der Museumssteg 

Vom Schloss Lamberg, das über der Stadt thront, führt eine Wendeltreppe hinunter an das Ufer der Steyr. Von hier hat man nicht nur einen großartigen Blick auf den Zusammenfluss von Enns und Steyr, von hier startet man auch in eine andere Ecke der Stadt. Über die Steyr führt der Museumssteg direkt zum „Museum Arbeitswelt“ und damit ins Studentenviertel der Stadt und ins Steyrdorf. Besonders am frühen Morgen lohnt sich hier ein Spaziergang, wenn noch niemand unterwegs ist und die Morgensonne die Flüsse und die Barockkirche in ein magisches Licht hüllt.

Tipp: Direkt am Ufer ist der „Stollen der Erinnerung“. In einem ehemaligen Luftschutzbunker wird hier die Geschichte Steyrs zur Zeit des Nationalsozialismus thematisiert.

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#18 Tipps für Steyr: Museum Arbeitswelt 

In zwei denkmalgeschützten Fabrikgebäuden aus Mitte des 19. Jahrhunderts befindet sich das Museum Arbeitswelt (Wehrgrabengasse 7) direkt am Steyr-Fluss. Es wurde im Zuge der Landesausstellung „Arbeit-Mensch-Maschine“ im Jahr 1987 gegründet und ist das erste Arbeitsmuseum in Österreich. 2019 wurde es mit dem österreichischen Museumspreis des Bundesministeriums für Kunst und Kultur ausgezeichnet. 

Tipp: Besonders beliebt ist das zugehörige „Café MAW“ direkt am Wasser, gerne bezeichnet als Gastgarten an der „Riviera“ von Steyr. Hierher kommen viele Studenten, da die Fachhochschule und der Campus Steyr direkt um die Ecke sind.

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#19 Tipps für Steyr: Der Wehrgraben

Spannend ist auch ein Spaziergang entlang des Wehrgrabens, der direkt beim „Museum Arbeitswelt“ liegt. Bereits in 12. Jahrhundert war der Steyrer Wehrgraben von Handwerkern besiedelt. Der Wehrgraben war damals ein für die frühe Industrialisierung notwendiger Betriebswasserkanal aus dem 13. oder spätestens 14. Jahrhundert mit ca. 1,5 Kilometer Länge. Im 19. Jahrhundert entstand dann hier eine Industrielandschaft, die maßgeblich vom Industriellen Josef Werndl geprägt wurde. Heute steht der Wehrgraben mit insgesamt 220 Häusern unter Denkmalschutz.

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#20 Tipps für Steyr: Die Himmlitzer Au  

Im Sommer lohnt sich ein Spaziergang stadtauswärts entlang der Steyr. Denn hier entstand das idyllische Naherholungsgebiet Unterhimmel, wo alles möglich ist: spazierengehen und radfahren genauso wie schwimmen, sonnen und grillen. Dabei entstand das Naturidyll aus pragmatischen Gründen. Da Hochwasser schon immer zum Alltag der Bewohner gehörte und die Stadt über die Jahrhunderte mehrfach geflutet wurde, errichtete man ein künstliches Nebengerinne am westlichen Stadtrand in Unterhimmel. 2009 wurde das Gebiet Himmlitzer Au geschaffen; ein Nebenarm, in dem sich nun bei Hochwasser der mit dem Fluss transportierte Schotter ablagern kann. Dadurch wird ein Weitertransport der Sedimente verhindert und die Stadt geschützt. 

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#21 Tipps für Steyr: Das Steyrdorf

Spaziert man vom Wehrgraben langsam bergan, befindet man sich mitten im malerischen Stadtteil Steyrdorf, ein historisch und architektonisch ganz besonderer Altstadtbereich. Der Kern konzentriert sich auf das Gebiet zwischen Gleinker Gasse und Sierninger Straße. Der besondere Charme des Steyrdorfs ist der ungewöhnlich ausgedehnte zusammenhängende Althausbestand, der bis ins Mittelalter zurückreicht. Wo sich einst das Handelsviertel von Steyr befand, stehen heute viele Wohnhäuser; die meisten Geschäfte und Kleinbetriebe von einst, die im 20. Jahrhundert für diesen Ort typisch waren, gibt es allerdings nicht mehr.

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#22 Tipps für Steyr: Der Dunklhof

Das bekannteste Gebäude im Steyrdorf ist der Dunklhof (Kirchengasse 16), einer der schönsten Höfe der Stadt. In seinem Inneren bezaubert das Gebäude mit einem Arkadengang aus dem 16. Jahrhundert mit reich verzierten Säulen und Eckpfeilern und an der Nordseite einem weiteren Arkadengang im Renaissance-Stil mit Rundsäulen. Das spätgotische Bürgerhaus war früher Sitz der niederen Gerichtsbarkeit. Seinen Namen trägt es wegen der Lyrikerin und Romanschriftstellerin Dora Dunkl, die hier lebte.

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#23 Tipps für Steyr: Der Rote Brunnen

Einer der hübschesten Plätze in Steyrdorf liegt an der Kreuzung Sierninger Straße – Gleinker Gasse – Kirchengasse. Der Platz ist klein und wird dominiert von einem Brunnen mit steinerner Brunnenschale, der im 19. Jahrhundert errichtet wurde; ein Pfeiler wird bekrönt von einer barocken Marienfigur, die aus dem 18. Jahrhundert stammt. Rund um den Platz mit dem roten Brunnen befinden sich mehrere historische Bürgerhäuser, in denen sich Bäckereien, Cafés und Restaurants befinden, z. B. das „Franz Ferdinand“ (Gleinker Gasse 1), der „Bäcker Fröhlich“ (Kirchengasse 20) und das berühmte „Christkindl-Café“ (Sierninger Straße 1).

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#24 Tipps für Steyr: Das Lebzelterhaus

Das „Christkindl-Café“ befindet sich im nächsten Gebäude, das zu den bedeutendsten spätmittelalterlichen Bürgerhäusern der Stadt gilt: dem um 1600 erbauten Lebzelterhaus. Über die Jahrhunderte wurde hier immer das Lebzelter- und Wachszieherhandwerk ausgeübt und Lebzelten aus Honigteig, weiße und gelbe Wachskerzen und starker, süßer Met erzeugt. In Steyr arbeiteten damals drei bis vier Meister, die sich alle im Steyrdorf angesiedelt hatten. Heute gibt es keine Werkstätten mehr, der Geschmack von einst wurde aber nicht vergessen: Im „Christkindl-Café“ gibt es heute noch Lebkuchen zu kaufen.

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#25 Tipps für Steyr: Christkindl

Apropos Christkindl: Das ist tatsächlich in Steyr daheim. So meinen zumindest Tausende Besucher, die jedes Jahr in der Weihnachtszeit den Wallfahrtsort Christkindl ansteuern, der wirklich so heißt und deshalb Österreichs erste Adresse ist, wenn es um magische Weihnachtsgeschichte geht. Im Weihnachtspostamt verlassen jedes Jahr bis zu zwei Millionen Briefsendungen das Postamt. Und im Steyrdorf gibt es sogar ein ganzjährig geöffnetes Weihnachtsmuseum (Michaelerplatz 2). Aber das ist wieder ein anderes Kapitel in der spannenden Geschichte von Steyr …

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Offenlegung

Dieser Artikel entstand in einer bezahlten Zusammenarbeit mit Oberösterreich Tourismus. Meine Meinung ist aber völlig unvoreingenommen und stets meine eigene.

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