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Kapverden im Winter: Wetter, Temperaturen und welche Insel sich wofür eignet

Der Winter kann kommen. Zumindest, wenn das Reiseziel Kapverden heißt. Wo der Atlantik mit voller Wucht gegen die Küste donnert und der Sand im Wind über die Dünen tanzt, fühlt sich Winter nämlich ziemlich anders an. Wenn es in Europa kalt und grau wird, beginnt auf den Kapverdischen Inseln die Zeit für Sonne, Sand und Meer – und für eine außergewöhnliche Auszeit im Warmen.


Kapverden im Winter: Wetter, Temperaturen und welche Insel sich wofür eignet ♥ Lesezeit: 8 Minuten


Sonne statt Wintergrau: Die Kapverden gehören zu den beliebtesten Reisezielen für alle, die der kalten Jahreszeit entkommen möchten. Mit milden Temperaturen, vielen Sonnenstunden und endlos langen Stränden sind die Inseln vor der westafrikanischen Küste wie gemacht für eine Auszeit vom Winter. Kein Wunder, dass die Kapverden – nur sechs Flugstunden von Europa entfernt – als Winterflucht immer beliebter werden.

Kapverden im Winter: Wetter, Temperaturen und welche Insel sich wofür eignet

Doch „warm“ ist nicht überall dasselbe und Kapverden ist nicht gleich Kapverden. Die verschiedenen Inseln sind eine kleine Welt für sich: trocken und windig auf der einen, grün und bergig auf der anderen Seite, dazwischen endlose Strände, Vulkane, Fischerdörfer und jede Menge Atlantik. Und obwohl sie geografisch nah beieinanderliegen, hat jede Insel ihren eigenen Charakter. Ein Überblick über Wetter, Temperaturen und die Frage, welche Kapverden-Insel sich wofür eignet.

Warum sind die Kapverden im Winter ein ideales Reiseziel?

Die kapverdischen Inseln zeichnen sich durch ein warmes, ozeanisch geprägtes Klima aus. Wenn in Europa Winter herrscht, ist davon auf den Kapverden wenig zu spüren. Die Inselgruppe liegt rund 15 bis 17 Grad nördlich des Äquators und damit in deutlich wärmeren Breiten als Mitteleuropa. Entsprechend bleibt es ganzjährig warm, mit vergleichsweise geringen Temperaturunterschieden zwischen den Jahreszeiten.

Kapverden im Winter: Wetter, Temperaturen und welche Insel sich wofür eignet

Dazu kommt die besondere geografische Lage der Inseln. Die Kapverden liegen im Übergangsbereich zwischen der Sahara und den feuchteren Tropen und gehören klimatisch zur Sahelzone. Das erklärt, warum die Landschaft vielerorts trocken und karg wirkt. Der Atlantik sorgt für ein ausgeglicheneres Klima, während die Passatwinde regelmäßig vom Meer her wehen und für Abkühlung sorgen. Die Kombination aus Wärme, Meer und meist trockener Luft macht die Inseln gerade im europäischen Winter zu einem attraktiven Reiseziel. 

Wie ist das Wetter auf den Kapverden im Winter?

Zwischen November und Juli herrscht auf den Kapverden die trockene Jahreszeit, in der vergleichsweise wenig Regen fällt. Die feuchteren Monate liegen vor allem zwischen August und Oktober. Entsprechend sind die Chancen auf sonnige und trockene Tage im europäischen Winter besonders gut.

Im europäischen Winter sind daher viel Sonne und überwiegend stabile Wetterverhältnisse typisch. Je nach Insel, Lage und Wetterlage können sich zeitweise Wolken bilden, auch Wind gehört zum typischen Wetterbild der Kapverden. Besonders auf den östlichen Inseln wie Sal und Boa Vista ist der Nordostpassat häufig deutlich zu spüren. 

Kapverden im Winter: Wetter, Temperaturen und welche Insel sich wofür eignet

Eine weitere Besonderheit kann die sogenannte Harmattan-Luft sein: Mit den nordöstlichen Winden kann trockene Luft aus Richtung Sahara herantransportiert werden, die feinen Wüstenstaub mit sich führt. Dann wirkt der Himmel milchiger und die Sicht kann eingeschränkt sein. 

Wie warm sind die Kapverden im Winter?

Tagsüber liegen die Temperaturen in den Monaten Dezember bis Februar meist im mittleren 20-Grad-Bereich, wobei es je nach Insel und Wetterlage Unterschiede gibt. Auch im November und April kann das Thermometer tagsüber noch deutlich über 25 Grad steigen. Nach Sonnenuntergang wird es kühler, vor allem wenn der Wind weht. Im Winter sinken die Temperaturen dann meist auf etwa 19 bis 21 Grad. 

Wie hoch ist die Wassertemperatur?

Auch der Atlantik bleibt im kapverdischen Winter angenehm temperiert. Je nach Insel und Monat liegt die Wassertemperatur meist bei etwa 22 bis 24 Grad. Im Dezember ist das Meer vielerorts noch etwas wärmer, bevor die Temperaturen im Januar und Februar ihren winterlichen Tiefpunkt erreichen.

Sonnenuntergang auf Boa Vista

Dabei gibt es durchaus Unterschiede zwischen den Inseln und einzelnen Küstenabschnitten. Auf Sal und São Vicente liegt die Wassertemperatur im Januar und Februar bei etwa 22 bis 23 Grad. Rund um die südlicher gelegenen Inseln kann das Meer teilweise etwas wärmer sein.

Wie viel Sonne gibt es – und wie viel Regen ist zu erwarten?

Je nach Insel und Messstation sind im Dezember bis Februar im Schnitt etwa sechs bis acht Sonnenstunden pro Tag zu erwarten. Regen ist hingegen selten. In den Wintermonaten fallen vielerorts nur wenige Millimeter Niederschlag.

Welche Kapverden-Inseln gibt es überhaupt?

Die Kapverden sind mit einer Fläche von rund 4.033 km² ein vergleichsweise kleines Land. Der Inselstaat liegt etwa 570 Kilometer vor der westafrikanischen Küste und besteht aus zehn Inseln, von denen neun bewohnt sind. Mehr als eine halbe Million Menschen leben auf dem Archipel.

Ein Dorf auf Boa Vista

Die neun bewohnten Inseln sind Santo Antão, São Vicente, São Nicolau, Sal, Boa Vista, Maio, Santiago, Fogo und Brava. Sie werden geografisch in zwei Inselgruppen eingeteilt: die nördliche Barlavento-Gruppe und die südliche Sotavento-Gruppe. Am stärksten touristisch geprägt sind die Inseln Sal und Boa Vista.

Welche Kapverden-Insel ist im Winter am wärmsten?

Wer auf den Kapverden im Winter möglichst viel Wärme sucht, ist auf den südlicher gelegenen Inseln tendenziell im Vorteil. Vor allem Santiago gehört zu den wärmeren Inseln des Archipels. In Praia liegen die durchschnittlichen Tageshöchsttemperaturen im Januar und Februar bei etwa 25 Grad.

Kapverden im Winter: Wetter, Temperaturen und welche Insel sich wofür eignet

Auf den nördlicher gelegenen Inseln Sal und São Vicente sind es im gleichen Zeitraum eher 23 bis 24 Grad. Die flachen, trockenen Inseln Sal und Boa Vista sind zudem stärker dem Nordostpassat ausgesetzt, während die südlicheren Inseln teilweise windgeschützter liegen.

Wo ist es auf den Kapverden im Winter besonders windig?

Der Wind gehört auf den Kapverden zum Winter dazu. Vor allem der Nordostpassat ist in den Monaten November bis April deutlich zu spüren, wobei die stärksten Winde meist zwischen Januar und April wehen. Besonders windreich sind die nördlichen und östlichen Inseln Sal, Boa Vista und São Vicente.

Kapverden im Winter: Wetter, Temperaturen und welche Insel sich wofür eignet

Auf den flachen Inseln Sal und Boa Vista kann der Wind zu dieser Jahreszeit kräftig über die Strände und Dünen fegen. Für Badeurlauber kann das gelegentlich etwas ungemütlich werden, während Wassersportler die konstanten Winde schätzen.

Wo sind die Bedingungen zum Kitesurfen und Windsurfen am besten?

Wer im Winter zum Kitesurfen oder Windsurfen auf die Kapverden reist, findet vor allem auf Sal und Boa Vista beste Bedingungen. Der kräftige und beständige Nordostpassat sorgt von November bis Mai für viel Wind, besonders zwischen Januar und April. 

Kapverden im Winter: Wetter, Temperaturen und welche Insel sich wofür eignet

Auf Sal gilt vor allem die Gegend rund um Santa Maria als Hotspot für Kitesurfer und Windsurfer, während Boa Vista mit langen Stränden und viel Platz auf dem Wasser vor allem für Wassersportler interessant ist. Auch São Vicente bietet gute Bedingungen, etwa in der Bucht von São Pedro und rund um Salamansa. Je nach Spot unterscheiden sich Windstärke, Wellen und Strömung deutlich. 

Welche Insel eignet sich für Badeurlaub?

Wer im Winter auf den Kapverden vor allem Sonne und Strand sucht, ist auf Sal und Boa Vista richtig. Beide Inseln punkten mit langen Sandstränden und einer guten touristischen Infrastruktur. Auf Sal konzentriert sich das Strandleben vor allem rund um Santa Maria. Hier gibt es eine große Auswahl an Hotels, Restaurants und Wassersportangeboten, dazu liegt der lange Sandstrand direkt vor der Tür.

Kapverden im Winter: Wetter, Temperaturen und welche Insel sich wofür eignet

Boa Vista ist für weitläufige Sandstrände und Dünenlandschaften bekannt. Die perfekte Kulisse also für lange Strandspaziergänge. Dafür ist die Brandung an manchen Küstenabschnitten kräftiger und der Wind stärker zu spüren. Wer es beschaulicher mag, findet mit Maio eine weitere Alternative: Die kleine Insel ist touristisch weniger erschlossen und lockt mit ruhigen Stränden und wenig Trubel.

Wo finden Urlauber die schönsten Strände?

Besonders viele bekannte und weitläufige Strände finden sich auf Sal, Boa Vista und Maio. Auf Sal gehört der lange Strand von Santa Maria zu den bekanntesten der Insel. Weißer Sand, türkisblaues Wasser, viele Wassersportmöglichkeiten, die Nähe zum Ort und zu zahlreichen Restaurants und Bars machen ihn zur perfekten Kulisse für einen Urlaub.

Boa Vista wiederum ist als Insel der großen Sandstrände bekannt. Rund um die Küste ziehen sich kilometerlange Strände zwischen Dünen und Atlantik. Besonders eindrucksvoll ist der Praia de Santa Monica im Süden der Insel: weit, naturbelassen und mit viel Platz für lange Spaziergänge. Auch der Praia de Chaves im Westen beeindruckt mit seinem hellen Sand und den dahinterliegenden Dünen.

Kosmopoetin Jasmin Kreulitsch auf Boa Vista

Wer es ruhiger mag, sollte Maio im Blick behalten. Die kleine Insel ist deutlich weniger touristisch geprägt und bietet ebenfalls lange, helle Sandstrände. Hier geht es weniger um Strandclubs und Wassersport als um Ruhe, Weite und das Gefühl, den Strand fast für sich allein zu haben.

Welche Insel ist ideal für Wanderungen und Ausflüge?

Santo Antão bietet die wohl abwechslungsreichste Wanderlandschaft des Archipels. Steile Berghänge, tiefe Täler, grüne Terrassenfelder und schmale Wege führen durch eine Landschaft, die kaum vermuten lässt, dass man sich auf einer Insel vor der westafrikanischen Küste befindet. Besonders eindrucksvoll ist das Paul-Tal mit seinen üppigen Hängen und Zuckerrohrfeldern.

Auch Santiago eignet sich hervorragend für Ausflüge. Die größte Insel des Archipels kombiniert Berglandschaften mit kleinen Dörfern, schwarzen Sandstränden und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Ein Besuch der Hauptstadt Praia und der historischen Cidade Velha lässt sich gut mit Ausflügen ins Inselinnere verbinden.

Kapverden im Winter: Wetter, Temperaturen und welche Insel sich wofür eignet

Fogo wiederum ist die richtige Wahl für alle, die eine spektakuläre Vulkanlandschaft erleben möchten. Der aktive Vulkan Pico do Fogo prägt das Bild der Insel und macht sie zu einem besonderen Ziel für Wanderer und Naturliebhaber.

Welche Kapverden-Insel passt zu welchem Urlaub?

Obwohl die Kapverdischen Inseln relativ nah beieinanderliegen, unterscheiden sie sich deutlich in Landschaft, Klima und Charakter. Vor der Buchung sollte man sich deshalb die Frage stellen, was im Urlaub im Mittelpunkt stehen soll.

Sal und Boa Vista: Wer vor allem Sonne, Strand und eine gute touristische Infrastruktur sucht, ist auf Sal richtig. Boa Vista eignet sich für alle, die lange, weitläufige Sandstrände und Dünenlandschaften schätzen. Generell gilt: Sal und Boa Vista sind die klassischen Ziele für Strand- und Badeurlaub.

Kapverden im Winter: Wetter, Temperaturen und welche Insel sich wofür eignet

Santo Antão: Wer zum Wandern auf die Kapverden kommt, sollte Santo Antão wählen. Die grüne, bergige Insel ist geprägt von mit spektakulären Landschaften und zahlreichen Wanderwegen.

Santiago: Santiago ist besonders vielseitig. Hier lassen sich Strände, Berge, Dörfer und Kultur miteinander verbinden.

Fogo: Wer sich für die vulkanische Seite der Kapverden interessiert, findet auf Fogo mit dem Pico do Fogo ein außergewöhnliches Reiseziel.

São Vicente: São Vicente ist interessant für alle, die Kultur, Musik und urbanes Leben mit Strand und Wassersport verbinden möchten.

Maio: Maio richtet sich an Reisende, die Ruhe und wenig Tourismus suchen.

São Nicolau: São Nicolau bietet eine Mischung aus Bergen, kleinen Dörfern und ursprünglicherem Inselleben.

Brava: Brava spricht mit ihrer üppigen Vegetation und ruhigen Atmosphäre vor allem Individualreisende an.

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