Drei Sprachen, weltberühmte Skipisten, jahrhundertealte Traditionen: Gröden im Nordwesten der Südtiroler Dolomiten bietet weit mehr als gigantische Bergriesen und schöne Aussichten. Zwischen UNESCO-Welterbe, ladinischer Kultur und internationalem Spitzensport hält das Val Gardena verdient seinen Status als eines der außergewöhnlichsten Alpentäler.
Warum Gröden so besonders ist: Fakten, Rekorde und Highlights aus den Dolomiten ♥ Lesezeit: 5 Minuten
1.
Lage
Das Val Gardena – auf deutsch Gröden oder Grödnertal – ist ein Dolomitental in Südtirol. Es liegt im Nordwesten der Südtiroler Dolomiten und ist etwa 25 Kilometer lang.
2.
Name
Der Name „Gardena / Gröden / Gherdëina“ tauchte erstmals im Jahr 999 auf und bedeutet etwa „eingezäunter Wald“.
3.
Gemeinden
Das Val Gardena hat ca. 10.000 Einwohner:innen, die sich auf drei Gemeinden verteilen: In St. Ulrich leben rund 5.635, in Wolkenstein rund 2.570 und in St. Christina rund 1.900 Menschen.

4.
Höhe
Die Gemeinden befinden sich in unterschiedlichen Höhenlagen: St. Ulrich liegt auf 1.236 Meter, St. Christina auf 1.428 Meter und Wolkenstein auf 1.563 Meter.
5.
Zufahrt
Die wichtige Verkehrsverbindung im Grödnertal ist die Strada Statale 242/243, die das Tal mit umliegenden Pässen (Passo Gardena, Passo Sella) und anderen Dolomitentälern verbindet.
6.
Grödner Dolomiten
Gröden ist von den Dolomiten umgeben, die im Jahre 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurden. Zu den Grödner Dolomiten gehören die Sellagruppe, die Puezgruppe, die Geislerspitzen und die Langkofelgruppe.

7.
Grödner Bach
Gröden wird vom Grödner Bach durchflossen. Mit einer Länge von etwa 26 Kilometern und einem Einzugsgebiet von 199 Quadratkilometern ist er einer der wichtigsten Zuflüsse des Eisacks.
8.
Ladinisch
90 % der Bevölkerung von Gröden spricht neben Deutsch und Italienisch auch Ladinisch. Die Sprache ist rätoromanischer Herkunft und über 2.000 Jahre alt. Heute wird in den Schulen neben Italienisch, Deutsch und Englisch auch Ladinisch als Pflichtschulfach gelehrt.
9.
Langkofel
Der Hauptgipfel der Langkofelgruppe und der höchste Berg in Gröden ist der Langkofel mit 3.181 Meter Höhe. Als „Hausberg“ Grödens ist er unter dem ladinischen Namen „Saslong“ bekannt, was so viel bedeutet wie „langer Stein“.

10.
Skiweltcup in Gröden
„Saslong“ ist ein fester Bestandteil des Skiweltcups. Jedes Jahr finden in der Woche vor Weihnachten zwei Weltcuprennen in Gröden statt: seit 1972 eine Abfahrt und seit 2002 ein Super G. Die auf der Saslong-Piste ausgetragenen Rennen sind dafür berühmt, besonders schwierig zu sein.

11.
Pisten in Gröden
In Gröden gibt es rund 500 Pistenkilometer, die man im Winter erkunden kann. Gröden ist zudem eines von 15 Skigebieten, die sich zum größten Skikarussell der Welt zusammen geschlossen haben. Mit dem Skipass „Dolomiti Superski“ kann man bis zu 1.200 präparierte Pistenkilometer austesten.

12.
Berghütten in Gröden
In Gröden gibt es 65 traditionelle und meist familiengeführte Hütten und Berghütten – von klein und urig („Schutzhütte Raschötz“, St. Ulrich) über hip („Sofie-Hütte“, St. Christina) bis hin zu luxuriös („Passo Sella Mountain Resort“, Wolkenstein).

13.
Höchste Hütte
Die höchste Hütte in Gröden ist die „Sofie-Hütte“ auf Seceda auf 2.410 Meter. Bei einer grandiosen Aussicht gibt es Tiroler Spezialitäten und eine große Auswahl an erlesenen Weinen. Im Keller ruhen Flaschen mit rund 300 verschiedenen Etiketten.
14.
Höchstes Hotel
Das am höchsten gelegene Hotel in Gröden ist das „Passo Sella Mountain Resort“ auf 2.160 Meter – in einzigartiger Lage zwischen Langkofel und Sellagruppe.

15.
Holzschnitzerei
Seit dem 17. Jahrhundert wird in Gröden die Holzschnitztradition treu fortgeführt. Weil wegen der Höhenlage des Tals Wein- und Obstanbau nicht möglich war, musste sich die Bevölkerung einst eine andere Erwerbsquelle suchen. Die war dank jeder Menge Wald schnell gefunden. Heute sind filigran geschnitzte Kunstwerke aus Holz weit über die Grenzen Südtirols bekannt.
Hotels in Gröden

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