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Tipps für Taipeh: Trends und Traditionen in Tawain

In Taiwan vermischt sich die 4.000 Jahre alte Kultur der Insel mit der Moderne des 21. Jahrhunderts zur hippsten Seite Asiens – vor allem in der pulsierenden Hauptstadt Taipeh. Die trubelige Metropole des Inselstaats vor der chinesischen Küste ist bunt, laut und schrill - und zieht Besucher mit Trends genauso wie mit Traditionen, Tempeln und (Bubble-)Tea-Houses in Bann.


Tipps für Taipeh: Trends und Traditionen in Tawain ♥ Lesezeit: 6 Minuten


#1 Tipps für TaipehXimending

Die Nächte können lang sein in Taipeh, vor allem in Ximending. Im Einkaufs- und Vergnügungsviertel der Stadt ist es laut, voll und schrill. Durch die Straßen schieben sich Tausende Menschen, Wolkenkratzer werden in allen Farben illuminiert, Shops und Bars scheinen niemals zu schließen. Kein Wunder, dass man Ximeding auch als taiwanesischen „Time Square“ bezeichnet. Hier reihen sich unzählige Läden aneinander, internationale Labels genauso wie kleinere, lokale Shops. Neben dem Feiern und Einkaufen stehen Tatoos im Vordergrund, denn Ximending gilt als Insidertipp unter Fans. Der Tätowierer Lee Yaoming eröffnete hier im Jahr 2000 den ersten Tattooshop. Seither zogen viele Tattookünstler nach. Die Hanzhong Street ist heute als „Tätowierungsstraße“ bekannt. 

Tipp: Neben den zahlreichen Streetfood-Ständen ist die taiwanesische Fastfoodkette „Mos Burger“ sehr beliebt, wo Burger mit coolen Reis-Buns serviert werden.

Tipps für Taipeh: Ximending
Tipps für Taipeh: Ximending

#2 Tipps für Taipeh: WanHua District

Nicht weit entfernt von Ximending schlendert man im WanHua District durch den ältesten Teil der Stadt. Von hier aus entwickelte sich Taipeh zum Handelszentrum. Insbesondere der Handel mit Tee, Kohle und Kampfer führte zum Wohlstand des Viertels. Heute gilt der WanHua District als gelungener Mix von Trends und Traditionen. Hier liegen uralte Tempel neben modernen Lifestyle-Hotspots. Besonders beliebt ist das rote Ziegelhaus „The Red House“: Das Gebäude wurde 1908 errichtet, als die Insel von den Japanern besetzt war. Einst ein traditionelles Theater, finden heute Ausstellungen und Konzerte statt, es gibt Studios für lokale Künstler und am Wochenende einen Designmarkt.

Tipp: Hier finden immer wieder Workshops statt, wo lokale Künstler ihre Arbeit zeigen und Urlauber die Chance haben, ihre handwerklichen Fähigkeiten zu zeigen.

Tipps für Taipeh: WanHua District
Tipps für Taipeh: WanHua District

#3 Tipps für Taipeh: Longshang-Tempel

Nur wenige Minuten entfernt verändert sich die Stimmung, wenn man den Longshang-Tempel betrittt, einen der ältesten Tempel der Stadt. Hier taucht man in die Glaubenswelt der Taiwanesen ein, die sich in den Tempeln der Stadt abspielt. Die Menschen kommen mit Blumen, Obst oder Papiergeld und Bitten um ihre Anliegen. Vor wichtigen Entscheidungen werden in Taiwan nämlich die Götter befragt und beschenkt. Religion spielt sich hier sehr friedlich ab, denn die Religionsfreiheit ist in der Verfassung verankert. Neben dem Longshang-Tempel sind noch der Bao’an-Tempel und der Konfuzius-Tempel Must-Sees in Taipeh.

Tipp: Wenn man einen Tempel besucht, muss man darauf achten, dass man es richtig macht. Man geht immer bei der rechten Tür hinein und bei der linken Tür hinaus.

Tipps für Taipeh: Longshang-Tempel
Tipps für Taipeh: Longshang-Tempel
Tipps für Taipeh: Longshang-Tempel

#4 Tipps für Taipeh: Elephant Mountain

Eine Stadt verändert ihr Aussehen, wenn man sie von oben sieht, das ist auch in Taipeh so. Den schönsten Blick über die Stadt hat man, wenn man den Elephant Mountain erklimmt. Dieser Berg ist Teil der sogenannten „Four Beast Mountains“, die nach den Tieren Elefant, Leopard, Löwe und Tiger benannt sind. Die Strecke auf den Elephant Mountain ist am einfachsten zu erreichen. Von der Metro-Station Xiangshan liegt der Start des Wanderwegs etwa 700 Meter entfernt. Der ist leicht zu erkennen: Die Wanderung führt über Hunderte Stufen, die hier ihren Anfang nehmen. Der Weg ist zwar schweißtreibend, dauert aber maximal 20 Minuten. Dann schon offenbart sich ein wunderschöner Blick auf Taipeh.

Tipp: Zum Sonnenaufgang und zum Sonnenuntergang ist die Aussicht am schönsten, dann sind aber auch viele Mücken unterwegs. Daher Mückenschutzmittel nicht vergessen.

Elephant Mountain
Elephant Mountain
Elephant Mountain

#5 Tipps für Taipeh: Taipei 101

Das moderne Wahrzeichen der Stadt ermöglicht auch einen Blick auf Taipeh, allerdings einen völlig anderen. Der Taipei 101 ist 508 Meter hoch und hat 101 Stockwerke. Hier muss niemand über Treppen nach oben klettern, die Arbeit übernimmt der Fahrstuhl – übrigens der drittschnellste Aufzug der Welt. Der bringt einen in das 89. Stockwerk zu einer verglasten Aussichtsplattform. Die Form des Turmes wurde einem Bambusrohr nachempfunden, denn Bambus steht für Stärke und Kraft. In den unteren fünf Etagen befindet sich ein Einkaufszentrum, wo sich die Luxuslabels der Stadt angesiedelt haben.

Tipp: Es empfiehlt sich, das Ticket online zu buchen; hier gibt man Tag und Uhrzeit an und kann dann gezielt den Taipei 101 besuchen.

Taipei 101
Taipei 101

#6 Tipps für Taipeh: Taiwanesische Küche

Die taiwanesische Küche ist geprägt durch unterschiedliche Einflüsse, vor allem aus China und Japan. Laut einer Umfrage von „Cable News Network“ im Jahr 2017 hat Taiwan das beste Essen der Welt. Auf den Tellern landet so gut wie alles, besonders beliebt sind chinesische Dumplings, also gekochte Teigtaschen, die mit Fleisch, Gemüse und Zwiebeln gefüllt werden, chinesische Pancakes mit Lauchzwiebeln, Rindfleisch-Nudeln und Rindfleisch-Nudelsuppe, Fisch und Meeresfrüchte wie frittierten und gefüllten Octopus und natürlich Stinke-Tofu, der meist mit frittierten Möhren und Salat serviert wird. Und natürlich darf auf der Bubble Tea (Pearl Milk Tea oder Boba) nicht fehlen. Das taiwanische Getränk auf Basis von gesüßtem grünem oder schwarzem Tee wurde in den 80er Jahren in Taiwan erfunden und ist an jeder Straßenecke zu bekommen. Unbedingt die Variante mit Tapioka-Kügelchen kosten!

Tipp: Taiwan ist berühmt für seine „Convenience Stores“. Die Supermärkte à la „7Eleven“ wirken auf den ersten Blick banal, haben es aber in sich: Man kann Post verschicken, Rechnungen bezahlen, Konzertkarten oder Zugtickets kaufen – und gesellig sein. Es gibt Tische, kostenloses WLAN, Kaffee und günstiges Essen. Das Fertiggericht aus der Kühltheke wird einem umgehend erwärmt. 

Taiwanesische Küche
Taiwanesische Küche
Taiwanesische Küche

#7 Tipps für Taipeh: Night Markets

In Asien führt kein Weg an den berühmten Night Markets vorbei. Auch in Taipeh spielt sich das kulinarische Leben abends draußen ab, wenn in den Garküchen gekocht und gebrutzelt wird. Start ist um 17 oder 18 Uhr, dann wird bis spät nachts aufgetischt. Hier dreht sich alles um Xiǎochī, was auf Chinesisch so viel wie „kleines Essen“, also Snacks bedeutet. Die Stimmung auf den Night Markets ist eine ganz besondere, menschenscheu darf man allerdings nicht sein. Menschenmassen schieben sich durch die schmalen Wege von Stand zu Stand und es riecht überwältigend nach Essen.Die halbe Stadt scheint auf den Beinen zu sein, es gibt mehr als ein Dutzend Nachtmärkte in Taipeh. Die bekanntesten sind der Raohe Night Market, der Shilin Night Market, der Shi-Dong Markt oder der Zhixing Markt.

Tipp: Erst mal in Ruhe über die Märkte schlendern und über die vielen Gerichte staunen. In der zweiten Runde geht es dann ums Essen. Hier gilt: Je kleiner die Snacks, desto mehr kann man probieren.

Trends und Traditionen in Tawain: 11 Insidertipps für Taipeh
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#8 Tipps für Taipeh: Nationale Palastmuseum

Im Norden der Stadt taucht man im „Nationalen Palastmuseum“ in die Geschichte Taipehs ein. Hier befindet sich die größte Sammlung chinesischer Kunst weltweit – mit insgesamt 697.490 Objekten, die sich aus 5.000 Jahre chinesischer Geschichte angesammelt haben, von der Steinzeit bis hin zur Quing-Dynastie. Viele Schätze des Museums stammen ursprünglich aus China und kamen durch Chiang Kai-shek nach Taiwan, als dieser im Jahr 1949 vom Festland floh. Der Großteil der Sammlung von Jade, Porzellanwaren, Gemälden und Bronzen wird jedoch regelmäßig ausgetauscht, so dass jeder Besuch im Nationalen Palastmuseum ein einmaliges Erlebnis ist.

Tipp: Das Museum ist groß und birgt so viele Exponate, dass es ewig dauert, bis man alles gesehen hat. Deshalb ist es sinnvoll, eine Führung mitzumachen, wo man die Highlights sieht und erklärt bekommt.

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#9 Tipps für Taipeh: Songshan Cultural and Creative Park

Die Lifestyle-Branche boomt in Taipeh. Besonders hip geht es im “Songshan Cultural and Creative Park” zu. Wo sich in den 30er Jahren der Hauptsitz einer Tabakfirma befand, steht heute in multifunktionaler Park mit Museen, Shops, Cafés und Restaurants. Denn die Zeiten, in denen das Siegel „Made in Taiwan“ für billige Produkte stand, sind vorbei. Es finden immer wieder Ausstellungen und Events statt, dazu gibt es einen Künstlermarkt, auf dem lokale Künstler ihre Kreationen zeigen und verkaufen. Direkt neben dem Park befindet sich eine ganz besondere Shopping Mall. 

Tipp: Mit dem „Eslite Spectrum Store“ gibt es den coolsten Concept-Store der Stadt im “Songshan Cultural and Creative Park”. Unbedingt Zeit einplanen, hier gibt es unglaublich viel zu sehen (und zu shoppen)!

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#10 Tipps für Taipeh: Dihua Street

Eine der schönsten Straßen der Stadt entdeckt man mit der Dihua Street. Hier befand sich einst der größte Groß- und Einzelhandelsmarkt der Stadt. Lebensmittel wurden ebenso verkauft wie chinesische Medizin und Textilien. Heute staunt man über viele in europäischen Stil gebaute Häuser und unzählige Shops, in denen sich die Bandbreite des taiwanesischen Einzelhandels zeigt: von Weihräucherstäbchen- und Laternengeschäfte über Apotheken bis hin zu Boutiquen gibt es in der Dihua Street alles. Gerade für Leute, die Shopping-Malls nicht gerne mögen, bietet sich ein Bummeltag in dieser hübschen Straße an.

Tipp: Unbedingt in die Drogeriemärkte der Stadt schauen und die Beautyprodukte abchecken. Die Kosmetikläden in Taiwan sind zwar voller Whitener-Produkte, man shoppt aber auch den lässigsten Beautykram, den es auf dem asiatischen Markt gibt – und das günstig! 

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#11 Tipps für Taipeh: Das erste Katzenkaffee der Welt

Es passierte im Jahr 1998 in Taipeh, als ein Laden in der Stadt eröffnete, dessen Konzept danach rund im die Welt ging und vor allem in Asien boomte: Das erste Katzencafé wurde eröffnet! Grundgedanke ist es, dass Menschen, die zu kleine Wohnungen haben, um sich eine Katze zu halten, in Katzencafés Kaffee trinken und gleichzeitig Katzen streicheln können. In Taipeh gibt es angeblich mehr als 20 Katzencafés, das erste war jedoch das „Cafe Dogs & Cats“, in dem man heute Katzen und sogar Hunde streicheln kann.

Tipp: Immer den Kaffee im Blick behalten. Die Katzen sind es gewohnt, überall im Café herumzustreunen, so klettern sie auch auf den Tischen herum – und kosten gerne den Milchschaum der Kaffees. 

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Offenlegung

Das Taiwan Tourismus-Büro und EVA Air haben mich eingeladen, nach Taiwan zu reisen. Meine Reisereportagen erschienen u.a. in der Zeitschrift miss und auf reisereporter.de.


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