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Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Märchenhafte Reise nach Tschechien & Deutschland

Keine Weihnachtszeit ohne „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“: Der deutsch-tschechische Märchenfilmklassiker gehört seit den 1970er Jahren zum Pflichtprogramm im Weihnachtsfernsehen. Gedreht wurde in Deutschland und Tschechien – in Filmstudios in Potsdam-Babelsberg und Prag, auf Schloss Moritzburg bei Dresden, im Böhmerwald und auf Burg Švihov in Tschechien.


Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Märchenhafte Reise nach Tschechien & Deutschland ♥ Lesezeit: 5 Minuten


„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ entstand im Jahr 1973 als Koproduktion der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik und der Deutschen Demokratischen Republik. Die Premieren in den beiden Produktionsländern fanden im November 1973 in der ČSSR und im März 1974 in der der DDR statt. 

Nach Westdeutschland kam „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ erst ein Jahr später. Ende 1974 wurde der Märchenfilm im Kino gezeigt, ein Jahr später lief er erstmals im westdeutschen Fernsehen. Seit damals gilt der Märchenfilmklassiker als Kult und wird in mehreren Ländern in der Weihnachtszeit ausgestrahlt: in Tschechien, der Slowakei, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Norwegen.

Gedreht wurde in Deutschland und Tschechien – in Filmstudios in Potsdam-Babelsberg und Prag, auf Schloss Moritzburg bei Dresden, im Böhmerwald und auf Burg Švihov in Tschechien.


#1 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Drehort Potsdam-Babelsberg

Das Studio Babelsberg in Potsdam-Babelsberg ist das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt und das größte Filmstudio Europas. In Zeiten der DDR agierte hier die Deutsche Film AG, kurz DEFA. Für „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ wurden in den Babelsberger Studios mehrere Szenen gedreht, so auch ein Schlüsselmoment des Märchenfilmes. 

Jene Szene, in der Aschenbrödel im Ballsaal auf den Prinzen trifft, entstand in keinem realen Schloss, sondern im Filmstudio. Alle weiteren Innenaufnahmen, die im Film im Schloss spielen, wurden hier in Szene gesetzt.


#2 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Drehort Schloss Moritzburg bei Dresden

Weil aber ein Schloss nicht fehlen durfte, wählte man Schloss Moritzburg nahe Dresden als Schauplatz dafür aus. Das heutige Wasserschloss, das sich 15 Kilometer nordwestlich von Dresden befindet, geht auf ein Jagdhaus des 16. Jahrhunderts zurück, das seine heutige Gestalt im 18. Jahrhundert unter August dem Starken erhielt.

Im Schloss Moritzburg entstand die berühmte Szene, in der Aschenbrödel ihren Schuh verliert. Gedreht wurde am Treppenaufgang an der Ostseite des Schlosses. Heute ist der Ort sehr beliebt für Heiratsanträge. Als im Winter 1972/73 die Filmarbeiten stattfanden, stand das Produktionsteam vor Problemen. Regisseur Václav Vorlíček hatte sich eine verschneite Szenerie gewünscht, doch das Wetter spielte nicht mit. Nachgeholfen wurde mit Kunstschnee. Angeblich wurde dieser teilweise aus Fischmehl hergestellt, sodass es am Set manchmal stark roch.

Da der Hype um „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ so groß ist, findet auf Schloss Moritzburg seit 2009 eine Ausstellung zum Kultfilm statt. Zu sehen gibt es Hintergrundgeschichten, nachgebildete Filmszenen, Fanobjekte, Originalkostüme und Requisiten. Noch bis 27. Februar 2022 findet die Winterausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” statt. Neuzugänge sind der Reitsattel, auf dem Aschenbrödel im Film zu ihrem Prinzen ritt, die Galakutsche, in der König und Königin saßen, um durch die Moritzburger Winterlandschaft zu fahren, und ein Teil, der sich Libuše Šafránková widmet. Die Aschenbrödel-Darstellerin starb am 9. Juni 2021. 


#3 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Drehort Prag

Nicht nur in den Studios der DEFA wurden Teile von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gedreht, sondern auch in den Filmstudios Barrandov in Prag, einem der größten und ältesten Filmstudios Europas. Vor allem in den 1970er Jahren entstanden hier zahlreiche Märchenverfilmungen. 

Besichtigen kann man die Filmstudios nicht, es gibt aber mehrere Restaurants, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. In den Studios entstanden auch Blockbuster wie „Die Chroniken von Narnia“ und der James-Bond-Film „Casino Royale“.


#4 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Drehort Burg Švihov

In „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ lebte die Hauptprotagonistin mit ihrer bösen Stiefmutter und deren Tochter auf einem Gutshof. Als Schauplatz hierfür diente die Burg Švihov, die rund 30 Kilometer südlich von Pilsen in Tschechien liegt und zwischen 1480 und 1489 entstand. Ab 1952 wurde die Anlage restauriert und rekonstruiert und beherbergt heute ein Museum.

Als Kulisse diente unter anderem das Wirtschaftsgebäude der Vorburg, Hier wurde allerdings viel umgebaut: So musste ein Turm verborgen, ein Balkon nachgebaut und die Bögen der Scheunentore verkleidet werden. Heute gibt es wie auf Schloss Moritzburg eine kleine Dauerausstellung zum Märchenfilm und einen eigenen Aschenbrödel-Pfad. Nur etwa zehn Kilometer südlich der Wasserburg Švihov liegt Klatovy. Die Kreisstadt und die Umgebung dienten für diverse Außenaufnahmen.


#5 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel: Drehort Ježovy

Einer der abschiedensten Drehorte von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ befindet sich im Böhmerwald-Vorgebirge. Auf einem verschneiten Waldweg bei Ježovy wurden mehrere Szenen gedreht. 

Hier schießt der Prinz mit einem Pfeil ein Vogelnest ab, das im Schoß des Knechts landet – und hier findet Kutscher Vincek, der mit seinem Schlitten durch die Winterlandschaft fährt, die drei Haselnüsse für Aschenbrödel.

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