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Outlander-Drehorte in Inverness: 6 Orte, an denen man Jamie & Claire begegnet

Inverness, die Hauptstadt der schottischen Highlands, liegt mitten im „Outlander“-Territorium. Hier findet die Liebesgeschichte von Claire Randall und James Fraser ihren Anfang, die bereits 1991 von der US-amerikanischen Autorin Diana Gabaldon kreiert wurde und seit 2016 auf Netflix ausgestrahlt wird. Gedreht wurde in ganz Schottland, die Locations mit den spannendsten Geschichte liegen aber in den Highlands. Steinkreise, Schlachtfelder und schottische Storys: 6 Outlander-Drehorte in Inverness.


Outlander-Drehorte in Inverness ♥ Lesezeit: 7 Minuten


#1 Outlander-Drehorte in Inverness: Church Street & Old High Church

Die schlechte Nachricht zuerst: Die allerersten Szenen von „Outlander“, in denen Claire und Frank in Inverness sind oder Claire und Jamie erstmals aufeinandertreffen, wurden gar nicht in Inverness gedreht. Mangels einer guten Film-Infrastruktur wich man hierfür in den Süden Schottlands aus, um die Nähe zu Edinburgh zu nutzen. Was in der Serie Inverness darstellen soll, ist der kleine Ort Five, der nur eine Stunde entfernt liegt von der schottischen Hauptstadt. Wer allerdings die „Outlander“-Bücher gelesen hat, findet mitten in Inverness Hinweise auf Jamie und Claire. Der erste Straßenname, den Diana Gabaldon im ersten Band der Highland-Saga, „Feuer und Stein“, erwähnt, ist die Church Street. Das ist nicht nur eine der ältesten Straßen in Inverness, sondern auch eine der schönsten. Spaziert man durch die schmale Gasse, kann man sich leicht vorstellen, wie es hier vor 200 Jahren ausgesehen hat. In der Church Street thront auch die älteste Kirche der Stadt. Die Old High Church wurde 1770 erbaut und erzählt eine lange Geschichte. Nach der Schlacht von Culloden wurde die Old High Church als Gefängnis für jakobitische Rebellen genutzt. Auf dem Kirchhof wurden die Exekutionen vollzogen.

Tipp: Hinter der Old High Church steht eine weitere Kirche, ein gälisches Gotteshaus. Früher als Kriegskrankenhaus für in der Schlacht von Culloden verwundete Männer genutzt, wird in den historischen Mauern heute nicht gebetet, sondern gelesen: In der Kirche befindet sich mit „Leakey’s Bookshop“ (Church St, Inverness IV1 1EY) Schottlands größte Second-Hand-Buchhandlung – garantiert der beste Ort der Welt, um einen Band der Highland-Saga von Diana Gabaldon zu kaufen!

Apropos Shopping: Etwa eine halbe Stunde entfernt von Inverness ist der „Clansman Loch Ness Gift Shop“(Inverness IV3 8AU) die perfekte Adresse für „Outlander“-Fans. Der Laden ist der offizielle Vertreiber der „Outlander“-Merchandising-Produkte. 


#2 Outlander-Drehorte in Inverness: Inverness Castle & Flora MacDonald Statue

Wer in Inverness ist, kommt an dem Schloss der Stadt nicht vorbei: Inverness Castle (41 Castle Street, Inverness IV1 1EY) thront über der Innenstadt am Fluss Ness und gilt als Wahrzeichen der Hauptstadt der Highlands. Für „Outlander“ wurde hier nicht gedreht, allerdings führen viele Inhalte der Serie hierher, genauer gesagt vor die Türen des Schlosses. Da thront nämlich die Flora MacDonald Statue, die der bekanntesten Jakobitin Schottlands gewidmet wurde – die indirekt mit dem Titelsong von „Outlander“ zu tun hat. Als nach der verlorenen Schlacht von Culloden Bonnie Prince Charlie fliehen musste, war es Flora MacDonald, die dem hübschen Prinzen bei der Flucht half. Sie verkleidete ihn als ihr weibliches Dienstmädchen „Betty Burke“ und reiste mit ihm „over the sea to Skye“, also „über das Meer nach Skye“. Genau, das ist jene Textstelle, die im Titelsong von „Outlander“ vorkommt. Dieser basiert auf dem Folksong „The Skye Boat Song“, der die berühmte Flucht von Bonnie Prince Charlie thematisiert.


#3 Outlander-Drehorte in Inverness: Culloden Battlefield 

Die Geschichte Schottlands ist eng mit jener der Jakobiten verbunden, die über Jahrhunderte um ihre Unabhängigkeit von den „Rotröcken“ – den Briten – kämpften. Einer der wichtigsten Momente fand am 16. April 1746 in der Nähe von Inverness statt: die grausame Schlacht von Culloden, mit der sich auch mehreren Folgen von „Outlander“ befassen. Die Schlacht bei Culloden ging als eine der blutigsten in die schottische Geschichte ein. In nicht mal einer Stunde verloren mehr als 1.000 Jakobiten das Leben und die Briten triumphierten. Noch heute ist Culloden Battlefield (Culloden Moor, Inverness IV2 5EU, Eintritt: £ 11) ein wichtiges Monument in Schottland und erinnert an jene Zeit. Im Dezember 2007 öffnete das Culloden Battlefield Visitor Centre seine Türen, wo jakobitische Artefakte, die im Moor gefunden wurden, ausgestellt wurden. Dort, wo einst die blutige Schlacht geschah, liegt heute ein weites Feld, über das Besucher spazieren können. Die Kampflinien der Truppen sind mit Fahnen markiert und die Namen der Clans auf dem Culloden Stone Walkway aufgelistet. Einer dieser Steine wird seit Jahren am häufigsten besucht: der Stein des Clan Fraser. Viele „Outlander“-Fans kommen her und liegen Blumen vor den Stein.


#4 Outlander-Drehorte in Inverness: Clava Cairns 

Etwa eine halbe Stunde Fußmarsch (oder 5 Minuten mit dem Auto) vom Culloden Battlefield entfernt liegt ein Ort, der den Grundstein für die Highland-Saga legte. Dass Claire durch die Zeit reisen konnte, lag nur am den Steinkreis Craigh na Dun, den Autorin Diana Gabaldon in Inverness ansiedelte. Allerdings: Diesen Steinkreis gibt es gar nicht. Craigh na Dun ist Fiktion von Autorin Diana Gabaldon. Sie ließ sich allerdings von zwei Orte in und um Inverness dazu inspirieren – und einer davon ist Clava Cairns (Inverness IV2 5EU, Eintritt frei) in der Nähe vom Culloden Battlefield. Die Clava Cairns sind eine der berühmten Megalithanlagen Schottlands und stammen aus der Bronzezeit. Auf dem Gelände zwischen Wiesen, Wäldern und Hügeln stehen Steinhügel, Ganggräber und Menhire – also stehende Steine. Sowohl in den Büchern als auch in der Serie wird thematisiert, dass Claire durch einen gespaltenen Stein trat, als sie die Zeit reiste. Auf dem hinteren Ende des Geländes von Clava Cairns steht tatsächlich ein gespaltener Menhir. Zwar viel, viel kleiner als in der Serie, aber dennoch so, wie Gabaldon es beschrieb. Diese ungewöhnliche Form brachte sie einst auf die Idee, dass man durch diesen Spalt treten und durch die Zeit reisen könne.  


#5 Outlander-Drehorte in Inverness: Tomnahurich Cemetery

Der zweite Ort, der Diana Gabaldon zu ihrem fiktiven Craigh na Dun inspirierte, liegt am Stadtrand von Inverness. In „Outlander“ liegt der Steinkreis auf einem Hügel liegt, die Clava Cairns liegen allerdings in einem kleinen Tal. Den besagten Hügel fand Gabaldon indes auf einem Friedhof südöstlich vom Citycenter: dem Tomnahurich Cemetery (118 Glenurquhart Road, Inverness IV3 5BD, Eintritt frei). Inmitten des weitläufigen Geländes thront ein kleiner Hügel, der gleichnamige Tomnahurich Hill. Auf dem Weg nach oben passiert man unzählige alte Gräbern, viele davon sind mehrere hundert Jahre alt – und manche tragen jene Namen, die man aus „Outlander“ kennt: Fraser, MacKenzie, Lovat. Diana Gabaldon kam auf die Idee, den Tomnahurich Hill als Inspiration zu nutzen, weil sich viele Sagen und Legenden um den Hügel ranken. Seit Jahrhunderten ist der Tomnahurich Hill als Feenhügel bekannt. Man sagt, dass dort, wo die Toten begraben liegen, Feen leben und länger auf diesem Hügel hausen, als man sich erinnern kann. Oben angekommen hat man übrigens einen großartigen Blick über Inverness – auf der einen Seite weit über die Stadt bis hin zum Meer, auf der anderen auf den Caledonian Canal. Um den dreht sich auch eine mystische Legende: Im 17. Jahrhundert machte der Brahan Seer (der Brahan-Seher) eine Vorhersage über die Zukunft und sagte: „Strange as it may seem to you this day, the time will come, and it is not far off when full-rigged ships will be sailing eastward and west by the back of Tomnahurich Hill“ („So seltsam es Ihnen heute erscheinen mag, die Zeit wird kommen, und es ist nicht mehr weit, wenn voll ausgerüstete Schiffe nach Osten und Westen segeln, im Rücken des Tomnahurich-Hügels“). Das Schräge daran ist, dass der Caledonian Canal erst 1822 gebaut wurde – und Brahan Seer etwas voraussagte, was erst 200 Jahre später passierte.


#6 Outlander-Drehorte in Inverness: Beauly Priory 

Ein Foto von einem Grabstein, auf dem „James Fraser“ steht? Das klappt in der kleinen Stadt Beauly westlich von Inverness. Gerade mal 1.000 Menschen leben in dem beschaulichen Ort, seit „Outlander“ kommen aber viele Touristen. Denn bereits in den Büchern von Diana Gabaldon wird Beauly mehrfach erwähnt, insbesondere Beauly Priory (Beauly IV4 7DY, Eintritt frei), die Ruinen einer Abtei aus dem 13. Jahrhundert. Im zweiten Band „Die geliehene Zeit“ heißt es: „There was a small chapel in Beaufort Castle, to serve the devotional uses of the Earl and his family, but Beauly Priory, ruined as it was, remained the burying place of the Lovats, and the floor of the open-roofed chancel was paved thick with the flat tombstones of those who lay under them. It was a peaceful place, and I walked there sometimes, in spite of the cold, blustery weather“ („Es gab auf Beauford eine kleine Kapelle, aber die inzwischen recht verfallene Abtei von Beauly war und blieb auch weiterhin die Begräbniskirche der Lovats. Der Fußboden im Altarraum war mit Grabplatten der verstorbenen Lovats gepflastert. Es war ein friedlicher Ort, den ich manchmal trotz des kalten, stürmischen Wetters aufsuchte.“) Aber auch in der Netflix-Serie kommt Beauly vor. In der Folge „The Fox’s Lair“ werden erstmals Jamies Verwandte der Lovat-Linie erwähnt, die aus der Gegend von Beauly stammen. Diana Gabaldon und die Serienmacher bezogen sich hier auf die reale Geschichte: Der Clan Fraser of Lovat ist der wichtigste Clan der Region, seine Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. In den Ruinen erkennt man eine Kirche mit mehreren Gräbern, einige davon sind Mitgliedern des Fraser-Clans. Auf dem Friedhof befindet sich auch jenes Grab, das für „Outlander“-Fans interessant ist: ein Grabstein mit dem Namen James Fraser.

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 Offenlegung

Visit Inverness-Loch Ness und VisitScotland haben mich eingeladen, nach Inverness und Loch Ness zu reisen. 

Ein Kommentar

  1. Was für ein schöner Beitrag. Mein letzter Besuch in Inverness liegt schon einige Jahre zurück, aber es weckt wirklich schöne Erinnerungen.

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